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15.04.2019

Söder soll den Kinderschutz fördern

Kinderärzte sollen schneller reagieren können, wenn sie im Rahmen ihrer Untersuchungen den Verdacht schöpfen, dass ihre kleinen Patienten misshandelt wurden.

Verein Sicheres Leben fordert bessere Reaktionsmöglichkeit

Beim nächsten Treffen der Bundesländer soll auf Antrag der von CDU/FDP geführten Landesregierung in Nordrhein-Westfalen die bundesweite Verbesserung des Kinderschutzes thematisiert werden. Der Gersthofer Opferschutzverein Sicheres Leben hat in diesem Zusammenhang den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in einem Brief aufgefordert, die Initiative zu unterstützen.

Es gehe darum, die Information zwischen Ärzten bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung zu verbessern und am besten bundesweit auf eine solide Rechtsbasis zu stellen, so Vorsitzende Gabriele Schmidthals-Pluta. Die Grundlage dafür seien die Empfehlungen aus einem entsprechenden Rechtsgutachten und die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen dazu beschlossene letzte Koalitionsvereinbarung. Darin heißt es unter anderem: „Zur Verbesserung des Kinderschutzes werden wir den interkollegialen Ärzteaustausch zur Verhinderung von Doctor-hopping und Gewalt gegen Kinder ermöglichen und den Ärzten Rechtssicherheit geben.“ Der Freistaat Bayern könne hier eine große Schlüsselstellung einnehmen, so der Opferschutzverein.

Daneben leitete Schmidthals-Pluta ihre Aufforderung auch an die Ministerien für Familie sowie Justiz. Zudem wurden regionale Politiker und Landtagsabgeordnete, Landrat Martin Sailer und die Stadträte in Gersthofen angeschrieben.

Der Verein Sicheres Leben setzt sich seit über 20 Jahren unter anderem für die Belange von Opfern von Gewaltverbrechen sowie den Schutz der Kinder vor Verbrechen und der zunehmenden Gefahr durch häusliche Gewalt ein. (rusi)

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