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Landkreis Augsburg

22.06.2017

Soll es Hitzefrei geben oder nicht?

Drückende Hitze und eine Frage, die viele Leser beschäftigt: Soll es Hitzefrei an Schulen geben oder nicht?
Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Über das Thema streiten sich besonders Eltern. Unter den Nutzern auf Facebook ist eine klare Tendenz auszumachen

Drückende Hitze und eine Frage, die viele Leser beschäftigt: Soll es Hitzefrei an Schulen geben oder nicht? Online wird unter dem jüngsten Artikel „Hitzefrei kennen fast nur noch Eltern“ eifrig diskutiert. Die Meinungen gehen hauptsächlich in eine Richtung: Die Nutzer bemängeln, dass es an den meisten Schulen kein Hitzefrei mehr gibt.

Barbara Schmelzer erinnert sich gerne an ihre Schulzeit (Facebook-Namen können Pseudonyme sein). Besonders im Sommer, „wenn der Lehrer hitzefrei verkündet hat“, kommentiert die Frau auf dem Facebook-Auftritt unserer Zeitung. Schnell waren die Badesachen gepackt und sie auf dem Weg zum Kaisersee. „Das war das Schönste überhaupt“, schreibt sie.

Viele Eltern bemängeln, dass es kein Hitzefrei mehr gibt

Kornelia Stark kommentiert: „Arme Kinder, war das früher toll.“ Unterstützung erhält sie von Sabine Nessi. Hitzefrei gebe es an der Schule ihres Nachwuchs nicht. Im Zuge der Ganztagesschule sei die vorzeitige Entlassung komplett abgeschafft worden. „Schade, denn auf diese Zeit hat man sich als Schüler doch am meisten gefreut“, schreibt sie auf Facebook.

Auch Sabine Wöls könne sich noch gut an Hitzefrei in der Schulzeit erinnern. Während ihre große Tochter nur wenige Male in den Genuss kam, sei es bei der jüngeren Tochter eine Seltenheit. „Die Kleine hatte in den vier Schuljahren, wenn überhaupt zwei- bis dreimal hitzefrei.“ Am Dienstag rechnete die Mutter, dass die Tochter frühzeitig aus der Schule kommen wird – tat sie aber nicht.

Leidtragende sind die Kinder

Zu diesem Schluss kommt Jana Neumann. Den Vorschlag der Schulleitung des Gersthofer Gymnasiums, deshalb kein Hitzefrei zu geben, weil erst die Pfingstferien zu Ende gingen, kontert sie: „Als ob die Kinder das Wetter beeinflussen.“

Eine Gegenstimme zum Thema liefert dagegen Claudia Weilhammer. Nicht nur sie selbst als Elternteil könne sich noch gut an die kurzen Schultage im Sommer erinnern. Erst am Dienstag sei die Tochter wegen Hitzefrei früher zu Hause gewesen.

Während Weilhammer wohl kein Problem damit hat, dass der Nachwuchs plötzlich früher als sonst vor der Haustür steht, gibt es auf Facebook auch andere Meinungen. So schreibt Nutzerin Julia Padberg, dass es an ihrer Grundschule üblich sei, Hitzefrei ohne eine vorherige Benachrichtigung zu geben. Es könne durchaus vorkommen, dass sie noch beim Arbeiten ist und damit rechnet, dass das Kind erst um 13 Uhr aus hat, dann aber schon um 11 Uhr von der Schule gehen kann. „Das ist für uns Eltern viel schlimmer als kein Hitzefrei und eine absolute Frechheit“, schreibt sie. Es sei ein großer Aufwand an heißen Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten jemanden an die Schule zu schicken, um zu kontrolliert, ob die Tochter vor der Schule wartet.

Info-Briefe sind nicht überall üblich

Sylvi Moser berichtet von einem anderen Umgang mit der Thematik. Ein Informationsbrief von der Schulleitung zum Thema Hitzefrei, sei bereits vor den Ferien ins Haus geflattert. Sie erinnert sich: „Zu meiner Schulzeit gab es Hitzefrei erst nach Notenschluss.

Nicht nur Schüler ächzen unter der großen Hitze. Schnell werden die hohen Temperaturen auch anderen Menschen zur Last.

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