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Aystetten

15.01.2010

Sorgenkinder an der Grundschule

Der Gemeinderat Aystetten erwägt, eine sozialpädagogische Fachkraft stundenweise an die Grundschule zu schicken, um verhaltensauffälligen Kindern zu helfen und die Lehrkräfte im Umgang mit ihnen zu unterstützen. Von Angela David

Von Angela David
Aystetten. Der Gemeinderat Aystetten erwägt, eine sozialpädagogische Fachkraft stundenweise an die Grundschule zu schicken, um verhaltensauffälligen Kindern zu helfen und die Lehrkräfte im Umgang mit ihnen zu unterstützen. Laut Schulleiterin Elisabeth Bonell hat die Schule schon seit einigen Jahren mit einzelnen Fällen zu kämpfen, in denen schwierige Schüler "den Unterricht massiv stören und behindern", teilweise bereits ab der ersten oder zweiten Klasse. "Die Lehrkräfte haben vermehrt Erziehungsarbeit zu leisten", erklärte Bonell den Gemeinderäten.

Bisher nur unregelmäßige Hilfe

Bisher erhalte die Schule in Abstimmung mit dem Jugendamt für rund zehn "sehr belastete Kinder" Unterstützung vom Sozialpädagogischen Dienst des Förderzentrums Gersthofen, jedoch nur unregelmäßig und für wenige Stunden. Wünschenswert sei laut Bonell daher die regelmäßige Hilfe durch speziell ausgebildete Kinder- und Jugendsozialarbeiter.

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Deshalb stellte Beate Sigl von der Katholischen Kinder- und Jugendhilfe St. Gregor in der Sitzung ihre Einrichtung und ihr Konzept vor. Sie machte deutlich, dass die Sozialpädagogen sich ganz individuell auf die Lage in der Schule einstellen und neben Lehrern auch Eltern und Schüler beraten oder Gruppenarbeit in den Klassen übernehmen. Ziel sei es, herauszufinden, wie den betroffenen Kindern am besten geholfen werden kann; und das gehe nur, wenn auch das Elternhaus und wenn nötig Behörden oder Psychologen miteingebunden werden.

Die St.-Gregor-Kinder- und Jugendhilfe ist derzeit bereits an sieben Grundschulen im Landkreis Augsburg unterstützend tätig. Ein Einsatz von sechs Stunden pro Woche würde die Gemeinde Aystetten rund 10 000 Euro kosten, würde aber vom Landkreis zu 30 Prozent bezuschusst.

Die Gemeinderäte stellten einige Fragen und fassten noch keinen Beschluss.

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