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Sitzung

23.01.2017

Sozialer Wohnraum: Emersacker ist dabei

Auch die Sporthalle, das Familienbüro und seltene Orchideen waren Thema im Gemeinderat

Kann sich die Gemeinde vorstellen, sozialen Wohnraum über ein Förderprojekt für Kommunalen Wohnungsbau zu schaffen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat Emersacker in der vergangenen Sitzung. Die Meinungen hierzu waren geteilt. Prinzipiell sahen alle Gemeinderäte den Vorschlag positiv. Einige äußerten jedoch Bedenken, ob sich die Gemeinde angesichts der Vorhaben mit Krippe, Kindergarten und Kloster dann nicht zuviel zumute.

Gemeinderat Ralph Behr meinte, man habe in Neubaugebiete investiert, nun sei es auch an der Zeit, einmal Geld für die einfachen Leute auszugeben. Vorstellen könne er sich einen Umbau der leer stehenden Gewerbeflächen im Feuerwehrhaus zu Wohnungen. Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat vorerst, sich dem Thema nicht zu verschließen.

Bürgermeister Michael Müller teilte mit, dass es im Familienbüro – betrieben von der St. Gregor Kinder- und Jugendhilfe – 82 Beratungen und drei Vorträge gegeben habe. Weil die Arbeit des Familienbüros für ihn nicht fassbar sei, regte Müller einen Fachbeirat an. Pfarrer und Schulleitung hätten ihre Teilnahme bereits zugesagt. Auch Mitarbeiter des Kinderhauses, Vertreter aus dem Gemeinderat und Jugendvertreter der Ortsvereinen sollen nach Müllers Vorstellungen dem Beirat angehören. Dort soll dann die Vernetzung von Institutionen und Vereinen vorangetrieben oder verbessert werden, Beobachtungen miteinander diskutiert und bei Bedarf das Familienbüro hinzugezogen werden.

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Die Gemeinde zahlt Vereinen Zuschüsse für Hallenzeiten

Die Gemeinde zahlt einen Zuschuss von 2,50 Euro zu den Gebühren für die Turnhallennutzung. Sie betragen seit September zehn Euro pro Stunde. Für den Zeitraum Januar bis Juli erhält der FC Emersacker einen Zuschuss von 150 Euro (für 60 Stunden) sowie von September bis Jahresende 295 Euro für 118 gebuchte Stunden. Ebenso erhält das Racing Team einen Zuschuss für 13 gebuchte Stunden.

Siegfried Karner erhielt als Sitzungsbesucher Rederecht. Er berichtete über den aktuellen Stand bei der Auswahl eines neuen Gemeindebulldogs. Karner erklärte, dass es heutzutage keine spezifischen Fahrzeuge mehr für die Kommunen gebe.

Gefallen habe dem Arbeitskreis dabei besonders ein Steyr Multi mit vergleichsweise minimaler Elektronik-Ausstattung. Der Arbeitskreis habe zudem ein Anforderungsprofil an das neue Fahrzeug erarbeitet, auf dessen Grundlage verschiedene Firmen nun ein Angebot erstellen sollen.

Die Gemeinde Emersacker besitzt eine Feuchtwiese, die bisher kostenlos an die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Welden verpachtet war. Nachdem die Wiese nur mit speziellem Gerät gemäht werden kann, stehen nun Kosten von 4000 Euro (für Mähen und Entsorgung) im Raum, die die Ortsgruppe nicht tragen kann. Der Naturpark Westliche Wälder wird diese Kosten mit 75 Prozent bezuschussen. Den Rest muss die Gemeinde zahlen. Auf der Wiese wachsen seltene Orchideen – aber nur, wenn die Wiese regelmäßig gemäht wird. (hes)

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