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Landkreis Augsburg

05.06.2019

Spargelernte im Augsburger Land ist auf der Zielgeraden

Vom Feld frisch auf den Tisch: Dies ist leider nur noch wenige Tage möglich.
Bild: Bastian Sünkel (Archiv)

Die Saison endet in diesem Jahr etwas früher als sonst. Das Wetter hat vor allem dem grünen Spargel zu schaffen gemacht.

Wer dieses Jahr noch heimischen Spargel essen will, muss sich beeilen. Denn bereits Mitte Juni wird die Saison aufgrund des Wetters voraussichtlich ihr Ende finden. Bis Pfingsten wird es ihn aber voraussichtlich noch geben.

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Erst seit wenigen Jahren wird Spargel auch auf der westlichen Lech-Seite im Landkreis Augsburg und in der Region angebaut. Und in diesem Jahr war die Saison etwas anders als üblich. Einer der wenigen Spargelbauern ist Stephan Seibold von „Seibolds Obsthof“ in Augsburg-Inningen. Er erklärt: „Der Spargel ist im Frühjahr stark gewachsen. Doch die Kühle hat die Produktion beeinträchtigt, da der Spargel nicht mehr so stark wachsen kann.“ Auch wenn es jetzt sehr warm ist, endet die Spargelsaison deshalb in diesem Jahr etwas früher.

Üblicherweise wird Spargel ab Mitte bis Ende April und dann bis zum 24. Juni, dem Johannistag, gestochen. Aber nun ist schon früher Schluss. Denn wenn noch länger geerntet würde, wäre die Ernte im nächsten Jahr schon jetzt negativ beeinträchtigt, sagen die Profis.

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Minusgrade in der Nacht setzten dem Grünspargel zu

Ein Pionier im westlichen Landkreis ist der Spargelhof Zott aus Aretsried bei Fischach. Der Hof wird von Josef und Elisabeth Zott sowie deren Nachfolgern Martin und Simone Zott betrieben. Bereits seit mehr als 25 Jahren wird auf einem halben Hektar Spargel angebaut und vor allem an Stammkunden verkauft. Dort wird die Saison des weißen Spargels als „durchschnittlich“ bewertet. In Sachen Grünspargel sieht es dort weniger gut aus. Die Minusgrade in der Nacht setzten ihm gut zu.

Stefanie Roth und Heiko Pohl vom Biolandhof in Lützelburg, haben im vergangenen Jahr im Mai das erste Mal ihren eigens im Jahr zuvor angebauten grünen Spargel geerntet. Die zweite Saison des grünen Spargels aus Lützelburg bewertet Stefanie Roth ähnlich wie der Spargelhof Zott: „Die Kälte in der Nacht hat beim grünen Spargel Schaden angerichtet. Der grüne Spargel ist besonders temperaturempfindlich, da er oberirdisch und ohne Erdschicht über ihm wächst. Der Spargel färbt sich und es kommt zu Ertragsausfällen.“ Zwar könne man den kalten Temperaturen mit einem Fließ entgegenwirken, jedoch handle es sich dabei nur um eine Besserung um ein bis zwei Grad. Dem stehe der große Aufwand gegenüber, das Fließ über das Feld zu spannen.

Den großen Aufwand gleicht der grüne Spargel jedoch mit einigen Vorteilen gegenüber dem Bleichspargel wieder aus. Er sei geschmacksintensiver, leichter zu verarbeiten und habe weitere gesunde Inhaltsstoffe als die weiße Spargelpflanze, sind die Geschäftsführer des Biolandhofs überzeugt.

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