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Bauarbeiten

18.06.2019

Sperrung: Was die Bahn auf der Strecke Augsburg - Donauwörth plant

Die neue Bahnunterführung in Gersthofen ist fertig, aber sie steht noch an der falschen Stelle. Bis zum Montagmorgen wird sie in den Bahndamm eingeschoben.

In Gersthofen, Langweid und Meitingen werden neue Bauwerke unter die Gleise geschoben. Der Zugverkehr steht still: Reisende müssen Umwege nehmen.

Busse statt Züge – das ist die Losung für alle Bahnreisenden am verlängerten Fronleichnams-Wochenende zwischen Donauwörth und Augsburg. Die Deutsche Bahn nutzt die pendlerarmen Tage in den Pfingstferien für eine Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Donauwörth und Augsburg, um gleich eine Vielzahl von Bauarbeiten durchzuführen. Für die ausfallenden Fern- und Regionalzüge fahren Busse im Schienenersatzverkehr.

Bahnstrecke Augsburg - Donauwörth gesperrt: Am Mittwoch geht es los

Die Gleissperrung beginnt am Mittwoch, 19. Juni, um 15 Uhr und dauert bis Montagfrüh, 24. Juni, um 4.10 Uhr. In diesem Zeitraum werden alle Regionalzüge zwischen Donauwörth und Augsburg- Hauptbahnhof durch Busse ersetzt. Bei einzelnen Nachtverbindungen fahren die Ersatzbusse auch von Treuchtlingen bis Augsburg-Hauptbahnhof. Fahrplaninformationen zum Regionalverkehr und detaillierte Hinweise zu den Ersatzhaltestellen finden die Fahrgäste auch hier auf dem Informationalportal der Deutschen Bahn.

Im Fernverkehr werden die meisten Züge zwischen Nürnberg und München über Treuchtlingen und Ingolstadt umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 25 Minuten. In München starten die Züge rund 25 Minuten früher als üblich, um ab Nürnberg im normalen Fahrplan weiterfahren zu können. Einzelne Züge fallen zwischen Nürnberg und München aus.

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Alle Fahrplanänderungen im Fern- und Regionalverkehr sind in der elektronischen Fahrplanauskunft im Internet und an den Fahrkartenautomaten bereits berücksichtigt, versichert die Bahn. Telefonisch ist der Kundendialog unter 01806/996633 (20 Cent/Anruf im Festnetz, im Mobilfunk maximal 60 Cent/Anruf) zu erreichen.

Bauarbeiten auf der Strecke Augsburg - Donauwörth: Was die Bahn genau vorhat

Die Gleissperrung dauert exakt 109 Stunden. Das klingt nach viel Zeit, aber der Zeitplan ist straff und das Vorhaben enorm: Denn in dieser Zeit müssen drei neue Eisenbahnbrücken in den Bahndamm geschoben werden. An den Bahnhöfen Meitingen und Gersthofen wurde in den vergangenen Wochen neben der Strecke jeweils eine neue Bahnsteigunterführung errichtet – und die gilt es jetzt an ihre endgültige Position zu schieben.

Dafür müssen zunächst Schienen, Schwellen und Schotter sowie Teile des Bahnsteigs entfernt werden. Dann werden die neuen Brücken eingeschoben. Anschließend werden Bahnsteig, Schotter, Schwellen und Schienen wieder hergestellt. Bauherren sind die Kommunen. Ziel der Investitionen ist es, die Bahnhaltepunkte barrierefrei zu machen. Bisher gibt es nur steile Treppenaufgänge.

In Langweid wird mit einem ähnlichen Ablauf, aber durch die DB Netz AG, die neue Eisenbahnbrücke über die Schmuttertalstraße eingeschoben. Hier muss nach Auskunft eines Bahnsprechers zudem zunächst noch die Oberleitung abgebaut und nach dem Einschub wieder aufgebaut werden. Außerdem wird die Gleissperrung genutzt, um an drei Straßenbrücken zwischen Langweid und Meitingen Inspektionen und bei Bedarf Reparaturen durchzuführen. Schließlich setzt die Bahn die Arbeiten für das neue Digitale Stellwerk Mertingen/Meitingen fort. Zwischen Donauwörth und Treuchtlingen werden außerdem die Fundamente für neue Oberleitungsmasten gebaut und das Schotterbett mit einer Stopfmaschine verdichtet.

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