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Leitershofen

21.07.2018

St. Oswald: Kosten für Hortanbau steigen weiter

Die Kosten für den geplanten Hortanbau (hinten) in St. Oswald steigen: Sie belaufen sich jetzt auf rund 1,5 Millionen Euro. Davon übernimmt die Bischöfliche Finanzkammer 150000 Euro. An Fördergelder sollen rund 265000 Euro fließen.
Bild: Andreas Lode

Wegen der neuen Summe kommt die Frage auf, ob statt eines Hortanbaus nicht ein Abriss in Leitershofen n günstiger wäre. CSU-Fraktion will derweil ein Gesamtkonzept für Stadtbergen und schlägt verschiedene Standorte vor

Zuerst lagen die Kosten bei unter einer Million Euro. Dann kamen für den geplanten Umbau und die Erweiterung des bestehenden Pfarrhauses St. Oswald zum Hortgebäude eine umfangreichere Haustechnik und der Brandschutz dazu, was die Kosten weiter in die Höhe trieb. Jetzt fordert die Fachaufsicht einen zweiten Mehrzweckraum. Mit der wachsenden Baumasse steigen auch die Kosten: Sie liegen jetzt bei knapp eineinhalb Millionen Euro. Angesicht der Summe kam jetzt die Frage auf, ob nicht ein Abriss mit anschließendem Neubau günstiger wäre.

CSU-Stadtrat Michael Niedermair hakte in der jüngsten Stadtratssitzung nach. Die genaue Zahl, was ein Abriss mit Neubau kosten würde, hatte der Geschäftsleiter der Stadtverwaltung, Holger Klug, nicht zur Hand. Aber eine Aussage des Architekturbüros: Abriss und Neubau seien wirtschaftlich nicht sinnvoll. Bürgermeister Paul Metz versuchte zu verdeutlichen: Allein wegen des Kellers seien bei einem Abriss „deutliche Summen“ zu erwarten. Stadtrat Johannes Münch (Pro Stadtbergen) wünschte sich daraufhin eine genaue Zahl. Er prophezeite angesichts des älteren Gemäuers: „Ansonsten können wir darauf warten, dass der nächste Antrag kommt, in dem es um eine energetische Sanierung geht.“

Die Ursprünge von St. Oswald gehen ins Jahr 1970 zurück. Damals wurde das Katholische Pfarrzentrum in Leitershofen gebaut. Zusammen mit der Pfarrkirche, dem Pfarrheim und dem Pfarrhof wurde auch ein zweigruppiger Kindergarten eingerichtet. Heute sind es im Kindergarten fünf altersgemischte Gruppen, in denen Buben und Mädchen ab einem Alter von etwa drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden. Dazu kommt eine Krippe mit zwei Gruppen. St. Oswald will einen nahtlosen Übergang von der Krippe in den Kindergarten und später in den Hort für Grundschulkinder ermöglichen.

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Um ein weiteres Betreuungsangebot geht es in der kommenden Woche (Donnerstag, 26. Juli, ab 19 Uhr) im Stadtrat: Thema sind die Erweiterung und der Umbau des bestehenden Hortgebäudes am Kinderhort Maria, Hilfe der Christen. Vorgestellt werden die Planungen des Architekturbüros Rumstadt.

Auch die CSU-Fraktion beschäftigt sich mit der Entwicklung der Betreuungsmöglichkeiten in Stadtbergen: Um der rasanten Entwicklung beim Bedarf zu begegnen, beantragt sie jetzt ein Gesamtkonzept, das über die nächsten Jahrzehnte Planungssicherheit bringen soll. Konkret heißt das unter anderem: Die Stadt Stadtbergen soll rechtzeitig entsprechende Flächen sichern, damit laut Antrag „ein schlüssiges Konzept aufgehen kann“. Mit einem „attraktiven Angebot an Plätzen in Kindergarten und Tagesstätten“ könne Stadtbergen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, um junge Familien am Ort zu halten. Im aktuellen Antrag heißt es: Nach der aktuellen demografischen Prognose gehe die Zahl der 18- bis 65-Jährigen in Stadtbergen bis ins Jahr 2035 um etwa drei Prozent zurück. Eine Arbeitsgruppe der Stadtberger CSU-Fraktion hat über mögliche Standorte für Betreuungseinrichtungen beraten. Nun soll sich die Stadtverwaltung damit befassen und eine Machbarkeitsstudie erarbeiten.

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