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Gersthofen

11.01.2019

Stadt Gersthofen hat kein Vorkaufsrecht fürs Loch

Der bisherige Eigentümer hat die seit Jahren brachliegenden Flächen im Herzen der Stadt an die JVP Wohnbau GmbH verkauft.
Bild: Marcus Merk (Archivfoto)

Der neue Eigentümer kann seine Planungen fortsetzen. Noch ist offen, ob dafür die Strasser-Villa abgerissen werden soll.

Vom Tisch ist die Frage, ob die Stadt Gersthofen das berühmt-berüchtigte „Loch“ kaufen soll. Denn nach Auskunft der Stadtverwaltung hat die Kommune kein Vorkaufsrecht für die rund 7000 Quadratmeter Brachfläche im Herzen der Stadt. In das Thema war Bewegung gekommen, nachdem der bisherige Eigentümer Peter Pletschacher die seit Jahren brachliegenden Flächen im Herzen der Stadt an der Kreuzung Bahnhof-/Donauwörther Straße an die JVP Wohnbau GmbH verkauft hatte (wir berichteten). In diesem Zuge hat die Verwaltung geprüft, ob für die Stadt ein Vorkaufsrecht für die Flächen oder Teile davon besteht.

Der neue Investor möchte mit neuer Bebauung mindestens 80 Prozent Wohnfläche und circa 15 bis 20 Prozent Handelsflächen errichten

Diese Prüfung sei bei Grundstücksgeschäften dieser Größenordnung Standard, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung. Inzwischen seien die Stadträte von der mit der Prüfung beauftragten Anwaltskanzlei darüber informiert worden, dass der Stadt kein Vorkaufsrecht zustehe. Somit können die bereits begonnenen Gespräche über die Planungen zwischen Stadt und neuem Eigentümer fortgesetzt werden.

Der neue Investor möchte mit neuer Bebauung mindestens 80 Prozent Wohnfläche und circa 15 bis 20 Prozent Handelsflächen errichten. „Die Wohnungen reichen dabei von klein bis groß“, so JVP-Chef Johann Pfoo. Es sei ihm wichtig, beispielsweise auch für ältere Menschen Raum zu schaffen, die sich eine große Wohnung nicht leisten können, aber im Stadtzentrum leben wollen.

Wie Bürgermeister Michael Wörle vor wenigen Wochen gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte, ist die Stadt weiter bereit, für die Bebauung des „Lochs“ die Strasser-Villa zum Abriss frei zu geben, falls sie auch den neuen Plänen im Weg steht. Wie berichtet, ließ nach jahrelangen Streitereien um die Villa bei einem Bürgerentscheid Anfang 2017 die Mehrheit der Wähler den Abriss zu. Denn der frühere Eigentümer des Lochs, Peter Pletschacher, wollte sie für seine Projekte abreißen lassen.

Derzeit gehört das Areal an der Strasser-Kreuzung noch der Stadt Gersthofen

Ob auch Pfoo die Villa weghaben will, ist noch offen. Er sehe beide Varianten als möglich an, sagte er Ende vergangenen Jahres unserer Zeitung. Derzeit gehört das Areal an der Strasser-Kreuzung, auf dem die Villa, das derzeitige Kulturamt, steht, noch der Stadt Gersthofen. (AL)

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