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Stadtbergen

08.12.2020

Stadtbergen leitet erste Schritte für neue Kita in Leitershofen ein

In Stadtbergen wird über eine neue Kindertagesstätte in Leitershofen diskutiert.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbolfoto)

Plus Die Genehmigung des Immanuelkindergartens steht auf der Kippe. Deshalb muss Stadtbergen handeln. Erste Ideen für eine neue Kindertagesstätte nehmen Gestalt an.

Der Immanuelkindergarten in Leitershofen ist gemäß der gültigen Vorgaben eigentlich zu klein. Stadtbergen könnte deshalb ein Problem bekommen: Es ist fraglich, ob die Behörden die Genehmigung für den Kindergarten in Zukunft verlängern. Bürgermeister Paul Metz erklärte in der Sitzung des Bau- und Umweltausschuss, dass Stadtbergen deshalb eine Alternative in Aussicht stellen müsse. Dann könnte die Genehmigung, so hofft man, bis zur Fertigstellung der neuen Einrichtung verlängert werden.

Einen Standort für die neue Kindertagesstätte hat Stadtbergen bereits gefunden: Der Stadt gehört ein großes Grundstück zwischen Elmer-Fryar-Ring und Augsburger Straße. Stadtbaumeister Rainer Biedermann erklärte in der Sitzung: "Die Lage dort ist für die Errichtung eines Kindergartens sehr vorteilhaft." Über die Augsburger Straße wäre der Kindergarten von Westen und von Osten gut erreichbar. Biedermann ist deshalb überzeugt, dass sich der Neubau "positiv" auf das Betreuungsangebot im gesamten Stadtgebiet auswirken könnte.

Stadtbergen besitzt Grundstück am Fryar-Ring

Das Grundstück, das die Stadt am Fryar-Ring besitzt, ist insgesamt 1831 Quadratmeter groß. Bisher sehe der Bebauungsplan eine Nutzung für Wohnhäuser vor, allerdings seien Einrichtungen für soziale Zwecke "grundsätzlich zugelassen". Da die Stadt aber eine Einrichtung mit drei bis vier Gruppen bauen will, regte er trotzdem eine Änderung des Bebauungsplans an, um die Einschränkungen für die Größe des Bauwerks zu lockern. Die Kubatur des Gebäudes würde Biedermann gerne offen lassen, um auch kreative Architektenentwürfe möglich zu machen.

Auch über die Verkehrssituation hat sich das Bauamt der Stadt Stadtbergen bereits Gedanken gemacht. Auf keinen Fall will man die Zufahrt von der Augsburger Straße auf den Elmer-Fryar-Ring öffnen. Aktuell ist die Einfahrt in das Wohngebiet durch zwei Pflanzinseln und einen Poller versperrt. In einem ersten Entwurf, den Biedermann auch in der Sitzung präsentiert, hat er den Grundriss eines ersten - damals noch zweistöckig geplanten - Entwurfes für die Kita am Reiterweg auf das Grundstück gelegt. Platz wäre also genug. Die Pflanzinseln und Poller würden einfach ein Stück Richtung Norden an den Fryar-Ring versetzt, damit die Zufahrt zur Kita von der Augsburger Straße aus möglich ist. Auf dem bereits breiten geteerten Stück, das die beiden Straße verbindet, sei auch Platz für großzügige Parkplätze, ohne weitere Flächen zu versiegeln, so Biedermann.

Eröffnung zum Kitajahr 2023 wird angestrebt

Zu den Kosten kann Rainer Biedermann noch nichts sagen. Da die Stadt das Grundstück bereits besitzt, könne man sich an ähnlich großen Einrichtungen orientieren. Sanierung und Erweiterung der Kita am Reiterweg auf sechs Gruppen sollen zum Beispiel etwa sieben Millionen Euro kosten. Eine groben Zeitplan hat das Bauamt aber bereits ausgearbeitet. Die notwendigen Änderungen im gültigen Bebauungsplan, die Auswahlverfahren eines Architekten und einer Baufirma und erste Schritte in der Bauleitplanung würden bis in die zweite Hälfte des nächsten Jahres dauern. Auch das Baugenehmigungsverfahren sei "sehr aufwendig" und "könne sich ziehen", so Biedermann. Eine Eröffnung strebe man zum Beginn des Kindergartenjahrs 2023 an.

Grüne sprechen sich für Holzbau aus

Obwohl es im Bauausschuss nur um Empfehlungsbeschlüsse an den Stadtrat und eine grobe Richtungsentscheidung ging, kamen auch vonseiten der Stadträte einige Anregungen. Die Grünen im Ausschuss wünschten sich zum Beispiel, dass ein Holzbau im Auswahlverfahren gleichberechtigt mit anderen Materialien behandelt werde. "Deshalb sollte man auch Architekten einladen, die damit Erfahrung haben", betonten Martina Bauer und Anna Paul in der Sitzung. Von der Fraktion Pro Stadtbergen kam Gegenwind. Die Grünen sollten sich etwas Neues einfallen lassen, erklärte Thomas Oppel und plädierte für eine Bauweise, die sich in den Elmer-Fryar-Ring einpasst - dafür aber mit Tiefgarage für die Mitarbeiter und Hackschnitzelheizung.

Mit dem Standort sind eigentlich alle Mitglieder des Bauausschuss zufrieden. "Ich kann mir vorstellen, dass das ein großartige Einrichtung wird", sagte etwa Josef Kleindienst (CSU). Auf eines legte das Gremium klar wert: Der aktuell bestehende Grünzug mit hohen Bäumen zwischen Fryar-Ring und Augsburger Straße soll unbedingt erhalten bleiben. Bürgermeister Metz könnte sich unter den Bäumen eine große Spielfläche für den Kindergarten vorstellen. Die Empfehlungsbeschlüsse an den Stadtrat, der es ermöglichen soll, den Kitabau in Leitershofen anzugehen, fielen einstimmig aus.

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