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Stadtbergen

14.06.2018

Stadtberger kennt die Dimension der Wasserkraft

Wasserbauer Ralf Klocke wurde jetzt ausgezeichnet.
Bild: Andreas Brücken

Ralf Klocke aus Stadtbergen erhält die Bayerische Umweltverdienstmedaille

Es ist die höchste Auszeichnung, die der Freistaat im Bereich Umwelt zu vergeben hat: Die Staatsmedaille hat jetzt Ralf Klocke aus Stadtbergen erhalten. Er setzt sich seit vielen Jahren für die ökologische Entwicklung von Flüssen wie Donau, Iller, Lech und Wertach ein. Umweltminister Marcel Huber sagte bei der Auszeichnung in München: „Mit Ihrem Engagement ist die Entwicklung und Umsetzung einer innovativen Strategie zur nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft bei den Bayerischen Elektrizitätswerken gelungen.“ Huber bezeichnete Klocke als „Brückenbauer par excellence“. Denn: Klocke versuche, bei der Umsetzung von Projekten keine Sieger und Verlierer zu hinterlassen. Huber: „Stattdessen beziehen Sie in charmanter Weise alle Interessensvertreter in die Planungen mit ein, nutzen ihr vorhandenes Fachwissen und schnüren daraus optimale Lösungen. Es gelingt Ihnen stets vorbildlich, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen.“

Klocke leitet seit 2003 die Sparte Wasserbau der Bayerischen Elektrizitätswerke GmbH (BEW), zuvor war er sieben Jahre Projektleiter für Ingenieur- und Wasserbauprojekte bei der LEW AG und sechs Jahre Projektleiter bei Lahmeyer International, München. In seiner Funktion ist er neben dem Wasserbau auch für die Beziehungen zu Behörden, Kommunen sowie zu Verbänden und Vereinen zuständig. Klocke war auch Mitglied in der Arbeitsgruppe zur „Nachhaltigen Wasserkraftnutzung an staatlichen Gewässern in Bayern“. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden unter der Federführung des Stadtbergers konsequent in die Praxis überführt und Zug um Zug umgesetzt.

Projekte zur ökologischen Flussentwicklung

Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Wasserbauer sind aber Projekte zur ökologischen Flussentwicklung an Iller, Günz, Donau und Lech. Ein jüngeres Beispiel ist die Wertach im Süden von Augsburg: „Wertach vital“ sieht unter anderem Uferausweitungen und Bootsrampen vor, damit der Fluss attraktiver wird. An sieben Standorten zwischen Hiltenfingen und Bobingen entstehen sogenannte Slipanlagen. Dort können Boote direkt vom Hänger zu Wasser gelassen werden. Mit Fischtreppen oder Umleitungsbächen an allen Kraftwerken wurde bereits der erste Schritt der Flussentwicklung abgeschlossen. Federführend bei dem Projekt sind die Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW), die in diesem Bereich fünf Wasserkraftwerke betreiben. Zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth wurde seit 2014 ein den europäischen Richtlinien entsprechendes Konzept erstellt.

Die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt sowie den Verbraucherschutz wird jährlich an bis zu 15 Personen, Vereinigungen oder Kommunen verliehen, die sich herausragende Verdienste um den Natur- und Umweltschutz erworben haben. Sie ist die höchste Auszeichnung, die der bayerische Staat für „besondere Verdienste um die Umwelt“ zu vergeben hat.

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