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Mecklenburg-Vorpommern erwägt Abschaffung der Maskenpflicht
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28.05.2020

Stadtfest geht in die Verlängerung

Das Stadtberger Stadtfest geht in die Verlängerung. Zusätzlich sind die Stände auch am Pfingstwochenende geöffnet.
Bild: Marcus Merk

Stände an der Sportanlage öffnen auch an Pfingsten. Denn in Stadtbergen hat man gute Erfahrungen gemacht

Ob Baumstriezel und gebrannte Mandeln oder gegrillte Hähnchen und Steckerlfisch: Für viele ist das typische kulinarische Angebot auf einem Volksfest das Beste an der Sache. Weil das „Stadtfest to go“ am vergangenen Vatertagswochenende bei den Stadtbergern so gut ankam, geht es jetzt in die Verlängerung: Von Freitag, 29. Mai, bis Pfingstmontag, 1. Juni, haben die Stände an der Sportanlage nochmals jeweils von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Nach dem Ende der ersten Runde war Veranstalter Heino Steinker mit der Idee auf die Stadt zugekommen, die darauf gerne einging. „Es lief eigentlich alles perfekt, und nichts spricht dagegen“, sagt Christoph Schmid vom Kulturamt der Stadt. Eine der Schaustellerinnen in Stadtbergen ist Stefanie Schmidt aus Langweid. Für sie, die normalerweise etwa auf dem Plärrer in ihrer Hexenküche Crêpes anbietet, ist das „Stadtfest to go“ die erste Einnahmequelle in diesem Jahr.

Im März hatte sie in unserer Zeitung darüber gesprochen, was für ein Schock die Absage des Osterplärrers für sie und ihre Familie, ihre Eltern und ihr Mann sind ebenfalls im Schaustellergeschäft, bedeutete. Nun ist sie froh, dass sie und die anderen Schausteller auf dem etwas anderen Stadtfest zeigen können: „Ein Volksfest funktioniert auch mit Hygienemaßnahmen.“ Bereits am vergangenen Wochenende konnten sich Besucher an den Ständen ihre Lieblingsspeisen und Schleckereien abholen. Christoph Schmid von der Stadt Stadtbergen stimmt zu: „Der Ordnungsdienst war immer wieder vor Ort. Aber alle haben sich gut an die Regeln gehalten, ob beim Tragen der Maske auf dem Gelände oder beim Anstehen mit Abstand.“ Stefanie Schmidt könnte sich sogar noch mehr vorstellen: „Wir haben hier jetzt keine Karussells. Aber auch das kann funktionieren. Man kann Bügel desinfizieren oder weniger Gondeln besetzen“, beschreibt sie.

Doch bislang ist das „Stadtfest to go“ ihr einziges Engagement in diesem Jahr. Und auch das hat einen Beigeschmack: Der Verkaufswagen musste extra vom TÜV abgenommen werden, Personal musste herbeigeholt und der ganze Betrieb für wenige Tage hochgefahren werden. Ein Ausgleich für den sonst üblichen Jahresumsatz sei das nicht. „Es ist, als ob man als Angestellter gerade mal einen Monat im Jahr arbeiten kann.

Das kann sich jeder ausrechnen“, sagt sie. Immerhin: „Wir bleiben bei unseren Kunden im Gedächtnis“, sagt Stefanie Schmid. (jah)

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