Newsticker

Jeder zweite Deutsche würde sich gegen Corona impfen lassen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. „Stadtfest to go“ kommt gut an - zumindest bei den Hungrigen

Freizeit

23.05.2020

„Stadtfest to go“ kommt gut an - zumindest bei den Hungrigen

Zumindest das kulinarische Angebot lockt etliche Besucher auf das Stadtberger „Stadtfest to go“. Noch bis Samstagabend laden die Buden bei der Sportplatzwiese an der Panzerstraße zu Speis und Trank ein.

Plus Statt Spaßbuden, Fahrgeschäften und Bierzelt gibt es in Stadtbergen diesmal nur Schmankerln zum Mitnehmen. Wie dort die Abstandsregeln eingehalten werden.

Es duftet verführerisch nach gebackenem Baumstriezel, Softeis und süßem Naschwerk, während für den herzhaften Genuss jede Menge knusprige Brathähnchen und saftige Steckerlfische auf die Spieße gesteckt worden sind. Und wer für einen kurzen Moment die Augen schließt, könnte fast schon meinen, sich auf dem alljährlichen Stadtberger Stadtfest zu befinden. Doch die Corona-Krise hat freilich auch diese traditionellen Aktionstage ins Wasser fallen lassen.

Das Kulturamt der Stadt hatte sich daher spontan etwas einfallen lassen und ein kleines, aber feines „Stadtfest to go“ ins Leben gerufen, welches hungrige Besucher und Wochenendausflügler noch bis Samstagabend bei der Sportplatzwiese an der Panzerstraße zu Speis und Trank einlädt. Fahrgeschäfte und Festzelte sind hier natürlich keine zu finden, doch zumindest für das leibliche Wohl der Gäste wird ausreichend gesorgt.

Ein Mini-Stadtfest in Stadtbergen

Bei den Besuchern scheint das Mini-Stadtfest anzukommen. So etwa hat sich auch Johann Mayer mit Familie eingefunden, um nach der Enkelin auch noch zwei „Göckel“ zu holen und gleichermaßen etwas für die Standbetreiber zu tun: „Ich finde das richtig gut hier. Die Gastronomen müssen überleben und ich möchte schließlich danach wieder in Gaststätten gehen können.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
In diesem Jahr gibt es keine Fahrgeschäfte in Stadtbergen.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Dass auf dem Budenareal dennoch sämtliche Hygienemaßnahmen gelten, hatte das Stadtberger Kulturamt unmissverständlich schon im Vorfeld kundgetan – so müssen die verordneten Abstandsregeln eingehalten und Menschenansammlungen vermieden werden, indes auch der Verzehr der Speisen nicht direkt vor Ort gestattet ist. „Es soll kein Ersatz für das Stadtfest sein und vor allem kein Treffpunkt werden“, ließ Christoph Schmid vom Kulturamt dazu verlauten.

Für die Standbetreiber ist die Notlösung oftmals die Rettung

Dass dies alles tatsächlich funktioniert, macht schließlich der Grillmeister am Steckerlfisch-Stand deutlich, den man hier ganz einfach Stefan nennt: „Die Leute halten sich an die Regeln. Und das alles hier ist für uns schon eine Rettung.“ Letztendlich zeigt auch er sich zufrieden darüber, wie die Schlemmergassen-Aktion angenommen wird: „Über den Tag verteilt ist das schon okay.“

Sicherlich ist das „Stadtfest to go“ nicht mit den üblichen fünf Festtagen zu vergleichen, doch stellt dieses „geschmackvolle“ kleine Budendorf dennoch einen kleinen Lichtblick in traurigen Zeiten dar. Allein der Anblick der altvertrauten Stände und der Geruch von frisch gegrillten Hähnchen und Makrelen gibt wohl nicht wenigen Besuchern die Zuversicht, dass das genussvolle Stadtleben auch in Corona-Zeiten nicht vollkommen zum Stillstand gekommen ist.

Das Stadtfest lädt nur noch am heutigen Samstag von 11 bis 20 Uhr an der Panzerstraße beim großen Sportplatz zum Genießen ein.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren