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Stadtratswahl in Neusäß: Ein Hauch von Thüringen

Stadtratswahl in Neusäß: Ein Hauch von Thüringen
Kommentar Von Regine Kahl
16.03.2020

Plus Die Mehrheit der CSU im Neusässer Stadtrat ist weg. Für die anderen Parteien trotzdem bitter: Mit zwei Stimmen kann die AfD zum Zünglein an der Waage werden.

Die Freude so mancher Politiker in Neusäß über gute Wahlergebnisse klingt getrübt. Dadurch, dass die AfD erstmals mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten sein wird, ergeben sich ganz neue Konstellationen in dem Gremium. Seit vielen Jahren war die Verteilung der Kräfte im Stadtrat recht einfach: Auf der einen Seite die CSU mit ihrer Mehrheit und auf der anderen Seite SPD, Grüne und Freie Wähler, die sich gerne auch als Oppositionsparteien im Stadtrat bezeichnen.

Sie hatten sich im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben, die Mehrheit der CSU endlich einmal zu brechen. Dies ist gelungen, doch es ist ein Pyrrhussieg. Denn sie müssen gleichzeitig eine bittere Pille schlucken. Sowohl CSU als auch die Oppositionsparteien haben jeweils genau 14 Stimmen im Stadtrat. Die zwei Stimmen der AfD würden also zum Zünglein an der Waage werden, wenn eine der beiden Seiten etwas durchbringen will.

Das wären dann Thüringer Verhältnisse. Man kann sicher davon ausgehen, dass die bisher im Stadtrat vertretenen Parteien solche Mehrheitsbeschlüsse nicht wollen. So einige Gespräche für feste Zusammenarbeiten werden in den nächsten Tagen geführt werden. Es wird spannend, welche „Hochzeiten“ in Neusäß geschlossen werden.

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