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Projekt

01.12.2017

Stahlnetz statt schwerer Betonfertigteile?

Die geplante Hangsicherung am Adelsrieder Schützenheim sorgt wegen Mehrkosten für neue Diskussionen

Große Diskussion im Gemeinderat um Mehrkosten in Höhe von 20000 Euro: Die Hangsicherung am Schützenheim am Kohlstattweg könnte deutlich teurer werden als geplant.

Das im Oktober vergangenen Jahres mit den Arbeiten beauftragte Ingenieurbüro schlug aufgrund des vorliegenden Gutachtens eine 1,30 Meter starke Gabionenwand oder alternativ eine 1,20 Meter starke Wand aus „Lego“-Betonfertigteile vor. Beide Varianten stießen allein schon aus technischen Gründen an ihre Grenzen, weil dafür schwere Geräte eingesetzt werden müssten und die Zufahrtswege dafür nicht geeignet sind, erklärte Christian Kästner vom Ingenieurbüro. Die ausführende Baufirma hat deshalb den Vorschlag der Bodenvernagelung unterbreitet.

Der Hang soll demnach mit einem Stahlnetz, das mit drei Meter langen Bodenankern im Erdreich fixiert wird, gesichert werden. Außerdem sollen Kokosmatten verlegt werden. Die darauf liegende Erde und der ausgesäte Rasen könnten sich mit der Matte verwurzeln und so ein weiteres Abschwemmen des Hangs verhindern. Der Vorteil dieser Variante: Der Hang müsste so nicht angegriffen oder gar geöffnet werden. Der Nachteil: Diese Variante käme der Gemeinde entgegen der ursprünglichen Auftragsvergabe etwa 20000 Euro teurer. In dem Betrag enthalten seien auch das Abgraben und die Freilegung des Schützenheims, damit das Gebäude trockengelegt werden kann. „Die Feuchtigkeit tritt schon sehr massiv auf“, ergänzte Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann. Christian Kästner sprach von insgesamt 114000 Euro, die an Kosten auf Adelsried zukommen, wolle man sich auf eine Bodenvernagelung einigen.

Ein von der Baufirma erstelltes Gutachten hatte ergeben, dass die ursprünglich geplante Umsetzung der Hangsicherung – wie in der Ausschreibung festgesetzt – nicht den nötigen Anforderungen entspricht.

Forderungen nach einer neuen Ausschreibung wurden laut. Das könnte jedoch bedeuten: Die ausführende Baufirma kann ihre bisher geleisteten Arbeiten in Rechnung stellen, sofern nach einer neuen Ausschreibung ein anderer Anbieter zum Zuge kommt. Christian Kästner wird nun versuchen, ein finanzielles Entgegenkommen der Baufirma zu erreichen. Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann wird bei der Regierung von Schwaben die Möglichkeit einer erneuten Ausschreibung mit den geänderten Fakten klären.

Chaos auf den Straßen, Raser, versperrte Wege an Zufahrten: Immer wieder gibt es Beschwerden. Nun regte Bürgermeisterin Stegherr-Haußmann an, die kommunale Verkehrsüberwachung einzusetzen. „Viele werden erstaunt sein, was man darf und nicht darf“, sagte sie.

Adelsried setzt beim kommunalen Stromkauf für den Zeitraum 2020 bis 2022 wieder auf eine sogenannte Bündelausschreibung. Ziel ist es, durch größere Abnahmemengen günstigere Strompreise zu erhalten.

Einen einstimmigen Beschluss fassten die Gemeinderäte zur interkommunalen Musikschule Holzwinkel und Altenmünster. Im April hatte der Geschäftsführer des Verbands Bayerischer Sing- und Musikschulen, Wolfgang Greth, einen Entwurf vorgelegt. Diesem stimmten die Räte zu. Wie es allerdings nach dem Ausstieg von Heretsried mit der Musikschule im Rahmen des ländlichen Entwicklungsprojektes Ile weitergeht und ob die Gemeinde Emersacker auch dem Projekt zustimmt, war in der Sitzung noch nicht bekannt. Fest steht: Wenn nicht alle beteiligten Gemeinden zustimmen, ist die Beschlusslage noch einmal zu prüfen.

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