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Fischach

07.05.2019

Steppacher Pfarrer Schrom geht nach Fischach

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Markus Schrom
Bild: Marcus Merk

Sebastian Nößner übernimmt eine neue Aufgabe im Landkreis Neu-Ulm. Sein Nachfolger hat die vergangenen vier Jahre in zwei Neusässer Stadtteilen gewirkt. 

Im September kommt ein neuer Pfarrer nach Fischach: Nach dann genau neun Jahren wird Sebastian Nößner von Markus Schrom abgelöst. Schrom ist bislang in der Pfarreiengemeinschaft Westheim/Steppach in Neusäß tätig. Diesen Wechsel hat jetzt die Pressestelle des Bistums Augsburg bestätigt. Zum 1. September wird er seine neue Aufgabe übernehmen.

Vor vier Jahren kam Schrom, ein gebürtiger Marktoberdorfer, nach Steppach. Dort hatte er die Aufgabe, die Pfarreien Steppach und Westheim zu einer Gemeinschaft zusammen zu führen. Eine Tätigkeit, die der 46-Jährige auch schon in seiner vorhergehenden Pfarrstelle in Neuburg an der Donau üben konnte, wo er gleich sieben Pfarrstellen, damals noch als Kaplan, zu betreuen hatte.

Markus Schrom ist „Spätberufener“

Als Markus Schrom dort anfing, wählte er den Spruch „Lebenswege sind Glaubenswege“, um sich vorzustellen. Auf ihn selbst passt dieser Satz sehr gut: Er ist ein „Spätberufener“, der zunächst den Beruf des Kommunikationselektronikers gelernt hatte. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er das Abitur nach und studierte unter anderem in Augsburg Theologie. Erst im Lauf der Jahre habe er den Mut gehabt, seiner Berufung zu folgen, sagte er einmal. Aber dass da etwas ist, das habe er schon lange gespürt.

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Dennoch war seine erste Aufgabe als Pfarrer, die beiden durch den Kobelberg getrennten Gemeinden zusammenzuführen, sicher nicht leicht. In Neusäß bahnt sich nun der nächste Wechsel an: Die Pfarrgemeinschaft am Kobel wird mit Neusäß zusammengelegt. Die Gemeinschaft wird dann sieben Pfarrstellen umfassen. Das sind neben St. Raphael in Steppach und St. Nikolaus in Westheim auch noch St. Thomas Morus und St. Ägidius in Neusäß. Außerdem werden auch die Pfarreien in Aystetten, Ottmarshausen und Täfertingen Teil der neuen Gemeinschaft. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch noch St. Stephanus in Hainhofen dazu kommen.

Markus Schrom hatte aber schon zu einem früheren Zeitpunkt dem Bistum mitgeteilt, dass er eine neue Herausforderung suche, nachdem er lange über diesen Schritt nachgedacht habe.

Sebastian Nößner ist seit neun Jahren in Fischach

Die vergangenen neun Jahre war nun Pfarrer Sebastian Nößner in Fischach tätig. Sein Weg führt in nun in die Pfarrei Elchingen im Landkreis Neu-Ulm. Die Pfarreiengemeinschaft dort umfasst drei Pfarreien, Elchingen, Thalfingen und Ober- und Unterelchingen. Dort löst Nößner Ulrich Keller ab. Der Prämonstratenser-Pater kehrt nach acht Jahren ins Kloster Roggenburg zurück.

Seit Sebastian Nößner vor neun Jahren nach Fischach kam, hatte er in der dortigen Gemeinschaft vier Pfarreien zu betreuen, neben St. Michael in Fischach noch St. Pankratius in Adelsried, St. Nikolaus in Siegertshofen und St. Vitus in Willmatshofen. Auch die zwei Kindertagesstätten St. Michael und St. Vitus gehören zu seinem Aufgabengebiet.

Nößners Wurzeln liegen nicht weit vom Landkreis Augsburg entfernt, er stammt aus Merching im Landkreis Aichach-Friedberg, wo sein Vater als Kämmerer tätig war. Dort hat er unter anderem in seiner Jugendzeit während seiner mehr als 15-jährigen Tätigkeit als Ministrant einen Rekord aufgestellt: In einem Jahr war er an 241 Messfeiern beteiligt.

Nößner wurde 1975 geboren, sein Theologiestudium absolvierte er in Augsburg und Sydney. 2005 erhielt er von Weihbischof Josef Grünwald die Priesterweihe. Seine erste Stelle als Kaplan trat Sebastian Nößner in Mindelheim an, zwei Jahre später kam er ebenfalls als Kaplan nach Dinkelscherben. Als bekannt geworden war, dass Nößner Pfarrer in Fischach werden sollte, waren kurz darauf Fischacher Gemeindemitglieder in den Gottesdiensten in Dinkelscherben gesehen worden. Vielleicht fahren sie jetzt nach Westheim oder Steppach, um Markus Schrom schon zu erleben.

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