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Biberbach

17.01.2017

Stolz auf eine „Kulturgemeinde“

Ehre für das Ehrenamt. Josef Miller holte die Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft ins verdiente Rampenlicht: (von links) Wolfgang Jarasch, Jens Tietböhl, Johanna Quis, Ingrid Kretschmer, Josef Miller, Wolfgang Bertele, stellvertretende Landrätin Anni Fries und Klaus Gerstmayr.
Bild: Sonja Diller

  Die Gemeinde  erhält beim Neujahrsempfang viel Lob vom Gastredner. Das hat seine Gründe.

 

Biberbach „Die Kulturgemeinde im nördlichen Landkreis Augsburg – das sind wir!“ Beim Neujahrsempfang verwies Bürgermeister Wolfgang Jarasch auf die Bedeutung, welche nicht zuletzt die Musik in der Gemeinde Biberbach spielt.

Musikalische Schlittenfahrt

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Mit einer zum Schneetreiben vor der Türe passenden musikalischen „Fahrt mit dem Pferdeschlitten“ eröffneten Fabian und Daniel Imler gemeinsam mit ihrer Lehrerin Helene Klötzel sechshändig den Neujahrsempfang in der Aula der Grundschule. Die ganzjährige Veranstaltungsreihe zum 250. Jubiläum des berühmten Orgelwettstreits zwischen dem damals schon weltbekannten Wolfgang Amadeus Mozart und dem Biberbacher Wunderkind Sigmund Eugen Bachmann hatte im letzten Jahr Aufmerksamkeit weit über die Landkreisgrenzen hinaus auf den Wallfahrtsort gezogen. Besonders die Wirtshausmusik mit Mozartliedern zum Selbersingen war begeistert aufgenommen worden, und dafür gab es sogar einen eigenen Bierdeckel. Mit einer Mozartarie begeisterte die Sängerin Irina Laubensdörfer mit Dennis Hackenberg am Klavier, der später auch noch mit einen Solo kräftigen Applaus einheimste.

Fast stahl der musikalische Nachwuchs dem Ehrengast und Referenten des Abends die Schau. Josef Miller, Staatsminister a.D., lobte die Musik, aber nicht weniger das soziale Engagement der Biberbacher Bürger. Mit der Gründung der Bürgergemeinschaft sei ein beispielhafter Schritt gelungen, so Miller. Beim gemeinsamen Mittagstisch in wechselnden Gaststätten im Ort begegnen sich die Menschen, beim gemeinsamen Singen kommt Abwechslung in den Alltag. Mit Fahrdiensten wird die Mobilität gefördert, Unterstützung beim Leben im gewohnten Umfeld wird mit ehrenamtlichen Helfern organisiert. „Das ist beispielhaft und richtungsweisend“, spornte er die Vereinsvorsitzenden Johanna Quis und Ingrid Kretschmer, das gesamte Führungsteam und die fünfzehn Helfer an, den Weg weiterzugehen.

Als Wohnberaterin gefragt

Gemeinsamkeit sei der Schlüssel zum Erfolg. In der Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die mit Jens Tietböhl einen Koordinator ins Boot geholt hat, der in zehn Wochenstunden die Verbindungen zwischen Bürgern und Gemeinde fördert, aber auch mit allen anderen Organisationen im Ort könne gelingen, was in den Familien oft nicht mehr zu stemmen ist. Beauftragte im Gemeinderat gibt es mit Monika Seiler-Deffner für Jugend und Familien, mit Alois Pfaffenzeller für die Senioren und mit Gabi Mader für die behinderten Bürger. Im Auftrag des Landkreises ist die Gemeinderätin als Wohnberaterin gefragt, wenn es darum geht, das gewohnte Heim so zu gestalten, dass Betroffene auch mit einer Behinderung oder Einschränkungen durch das Alter weiter zu Hause leben können.

Mit demografischen Veränderungen der erfreulichen Art kämpft Biberbach aktuell gerne, betonte Bürgermeister Wolfgang Jarasch in seinem Rück- und Ausblick. Steigende Geburtenzahlen und viele Neubürger rücken die Kinderbetreuung in den Fokus – mit einer erneuten Erweiterung der Kindertagesstätte und einem Betreuungskonzept für die Ferien.

Treffpunkt in der Zollsiedlung

In der Dorferneuerung werden im neuen Jahr die ersten Projekte angegangen. Bushaltestellen in Eisenbrechtshofen und in der Zollsiedlung sollen verbessert, die Dorfhütte in der Zollsiedlung zum attraktiven Treffpunkt werden.

Die DSL-Verbindungen werden weiter verbessert, am Ende sollen Glasfaserleitungen zu jedem Haus führen. Mit dem Hochwasserschutz werde am Reichertsgraben in Affaltern begonnen, ein Energiekonzept solle kluge Entscheidungen ermöglichen, und ein Biber-Erlebnispfad sei ein weiteres Ziel für 2017, so der Bürgermeister.

Ein großes sportliches Ziel erreichte der Biberbacher Philipp Sinninger schon 2016. Von den bayerischen Meisterschaften der Jugend U16 im Juli kam er als bayerischer Meister der M14 nach Hause. Im Weitsprung und im Speerwurf hatte er die Konkurrenz klar hinter sich gelassen und erhielt beim Neujahrsempfang wohlverdienten Applaus und eine Ehrenurkunde.

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