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Landkreis Augsburg/Aystetten

30.07.2010

Strampeln gegen die Erderwärmung

Ganz viel Spaß" hat den Kindern der Mondgruppe das Basteln der kleinen Windräder und Fingerwärmer gemacht (oben). Auf dem Energiefahrrad lernen die Kinder, wie viel Aufwand nötig ist, um eine Lampe zum leuchten zu bringen (rechts). Das erste Windrad für das Landratsamt überreichte Anna Röder vom Nanu Verein an Landrat Martin Sailer (links). Fotos: Mirela Delic
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Ganz viel Spaß" hat den Kindern der Mondgruppe das Basteln der kleinen Windräder und Fingerwärmer gemacht (oben). Auf dem Energiefahrrad lernen die Kinder, wie viel Aufwand nötig ist, um eine Lampe zum leuchten zu bringen (rechts). Das erste Windrad für das Landratsamt überreichte Anna Röder vom Nanu Verein an Landrat Martin Sailer (links). Fotos: Mirela Delic

Auf einem Energiefahrrad ging den Kindern des Kindergartens "Schneeweißchen und Rosenrot" in Aystetten ein Licht auf: Um eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen, muss viel stärker gestrampelt werden, als für eine Energiesparlampe.

Landrat Martin Sailer und Julia Nebl, Klimaschutzbeauftragte des Landratsamtes kamen um sich einen Eindruck von dem Projekt zu machen. Anna Röder, Vorsitzende des Vereins "Nanu", welcher sich für Umweltbildung in Augsburg engagiert, und Aystettens Bürgermeister Peter Wendel sahen den Kindern ebenfalls über die Schultern. Sailer staunte: "Einen Solarkochtopf habe ich noch nie gesehen".

In vier Stationen wurde den Kindern Klimaschutz erklärt. In Holzboxen, die beispielsweise mit Raps oder Holzschnipseln befüllt waren, fühlten sich die Drei- bis Fünfjährigen durch das Rohstoffangebot.

In der Bastelstation konnten sich die Kinder mit Fingerspitzengefühl und Kreativität mit dem Umweltschutz auseinandersetzen und fertigten kleine Windräder und Solarfingerwärmer. Und das leibliche Wohl kam auch nicht zu kurz: Mit einem durch reine Sonnenkraft betriebenen Kochtopf wurden die Würstchen für das Mittagessen gekocht.

Strampeln gegen die Erderwärmung

"Kindern so früh wie möglich den Klimawandel nahe bringen" sei das Ziel des Projekts, so Sailer. Das sei erfolgreich gelungen. Klimaschutz sei für ihn auch ein persönliches Anliegen. Privat nutze er nur das Minimum an Licht und besitze wenige Standby-Geräte. "Jeder kann seinen Beitrag leisten, um das Klima zu schützen", sagte der Landrat.

Die Bürger in Aystetten haben ihren Teil schon in die Tat umgesetzt: Die Schule, der Kindergarten und das Rathaus wurden energetisch saniert und die Gas betriebene Heizung ersetzt. In allen drei Gebäuden kommt die Wärme vom Verbrennen der sogenannten "Hackschnitzel", gehäckseltes Holz, ein nachwachsender Rohstoff.

Klimawandel: Fünf vor zwölf

Ein Umdenken sei dringend nötig. Anna Röder von Verein "Nanu": "Es ist fünf vor zwölf." Es sei Fakt, dass das Klima sich erwärme. Um "nur" eine durchschnittliche Erhöhung von zwei Grad zu zulassen, müsse jetzt gehandelt werden. Die bayernweite Klimawoche, sei deshalb eine sehr gute Initiative, um in der Öffentlichkeit auf die Probleme aufmerksam zu machen.

Landrat Sailer schenkte Anna Röder "das erste Windrad für das Landratsamt", ein kleines Windrädchen aus Papier. Der setzt sich für die erneuerbare Energie ein: "Tabus können wir in Zeiten des Klimawandels nicht gebrauchen", sagte er. (mdc)

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