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Polizei

20.01.2020

Strohballenlager brennt an einem Wochenende dreimal

Ein Strohballenlager hat in Nordendorf am Wochenende gleich dreimal gebrannt. Die Ermittler vermuten daher Brandstiftung.
Bild: Marcus Merk

Großer Einsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus

Die Gesichter der jungen Feuerwehrmänner bei der Nordendorfer Regionalmesse waren von Müdigkeit gezeichnet. Dreimal waren sie am Wochenende zu einem Strohballenlager im Gewerbegebiet ausgerückt, weil dieses in Brand geraten war – zuletzt am Sonntagmorgen.

Das erste Mal waren die in Netze verpackten Ballen, die in Höhe Daimlerstraße/Ecke Boschstraße auf einer Wiese übereinandergestapelt waren, am späten Freitagabend in Brand geraten. Die Polizei teilte gegen 22.15 Uhr mit, dass dort 150 bis 200 Heuballen in Flammen standen.

Die Feuerwehr war kurz vor 21 Uhr schnell vor Ort. Gegen 23.30 Uhr löschte sie das Feuer. Parallel zu den Löscharbeiten nahm der Kriminaldauerdienst Ermittlungen auf. Die Spezialisten gehen von Brandstiftung aus. Verletzt wurde niemand – weder Anwohner noch Einsatzkräfte. Wegen der Ortsrandlage des Ballenlagers zwischen nördlichem Industriegebiet und Sportplatz mussten Einsatzkräfte Häuser nicht evakuieren.

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Am Samstagmorgen musste die Feuerwehr erneut zum Löschen ausrücken. Trotz Regen hatten sich Glutnester über Nacht wieder entflammt. Bis zu 50 Feuerwehrleute aus Nordendorf, Westendorf und Ortlfingen rückten an, das THW in Meitingen unterstützten sie. Bis mittags war gelöscht.

Am Sonntag gab es den dritten Einsatz. Wieder waren vermutlich Glutnester schuld. Die Feuerwehr löschte und verteilte das Stroh mit einem Bagger auf einer Wiese. Dort lag es am Nachmittag immer noch und verströmte einen intensiven Geruch nach verbranntem und verschmortem Plastik. Mittlerweile gehen die Ermittler von rund 300 Heuballen aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa 15000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch. (AZ, cf)

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