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Photovoltaik

08.03.2011

Strom aus Sonne an der Autobahn

Gersthofer Bauausschuss hat keine Einwände gegen Projekt bei Edenbergen. Solarmodule werden circa 2,5 Meter hoch

Gersthofen Nördlich der A8 bei Edenbergen kann bald Strom aus Sonnenlicht erzeugt werden. Einstimmig billigte der Gersthofer Bauausschuss den Antrag der Volllast GmbH aus Schwabsoien für einen Solarpark. Nun muss der Stadtrat noch zustimmen. Aufgestellt wird zu diesem Zweck ein Bebauungsplan, der Flächennutzungsplan soll geändert werden. Denn bisher sind dort Flächen für Landwirtschaft vorgesehen.

Für das Areal lag, wie Stadtbaumeister Thomas Berger erklärte, schon im September der Antrag einer anderen Firma für einen Solarpark vor (wir berichteten). „Der damalige Investor hat aber das Projekt offensichtlich nicht weiter betrieben.“ Der neue Antrag beansprucht mit 8,4 Hektar gesamt mehr Flächen als im ursprünglichen Antrag vorgesehen. Das Areal liegt entlang der Autobahn. Berger: „Hier werden Freiflächenphotovoltaikanlagen nur in einem 110 Meter breiten Korridor entlang von Autobahnen gefördert.“ Im Parallelverfahren wird auch ein Bebauungsplan für ein Sondergebiet Photovoltaik aufgestellt.

Darin enthalten sind dem Stadtbaumeister zufolge neben den Festsetzungen für die Solarmodule mit einer Höhe von 2,5 Metern die dafür erforderlichen Funktionsgebäude sowie die Flächen für die Eingrünung. Der Flächenausgleich wird innerhalb des Bebauungsplangebiets als Eingrünung erbracht.

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Festgelegt wird auch, dass der Bauwerber die Kosten des Bebauungsplanverfahrens übernimmt.

Dr. Markus Brem (Freie Wähler) regte in diesem Zusammenhang an, dass sich die Stadt Gedanken machen solle, in welchem Ausmaß weitere Photovoltaikanlagen zugelassen werden sollen. Ein Konzept sollte erstellt werden.

„Dies werden wir bei der derzeitigen Änderung des Flächennutzungsplans im Auge behalten“, versprach Bürgermeister Jürgen Schantin. Allerdings sei im Moment eine „hektische Betriebsamkeit“ bei Bauanträgen zu verzeichnen, da im Herbst die staatliche Förderung für solche Solaranlagen deutlich zurückgefahren werden soll.

Bahnhofstraße Neu geordnet werden soll das Gebiet südlich der Bahnhofstraße im Bereich westlich der B 2. Zurzeit werden Stadtbaumeister Thomas Berger zufolge ein Schall- sowie ein Verkehrsgutachten erarbeitet. Beim Flächennutzungsplan musste jetzt nun ein Abschnitt unmittelbar an der Bahnhofstraße geändert werden. „Im Rest des Gebiets stimmen die Festsetzungen von Bebauungs- und Flächennutzungsplan bereits überein.“

Wie Berger erklärte, werden sämtliche Unternehmen innerhalb dieses Gebiets erfasst. Für jeden Betrieb soll dann ein eigenes Kontingent erstellt werden, das festlegt, wie viel Lärm künftig davon ausgehen darf.

Südlich im Bereich des Bebauungsplans liegt auch ein Grundstück, wo ein Bauwerber Spielhallen errichten wollte.

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