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Landkreis Augsburg

31.10.2017

Sturm macht Ross und Reitern Strich durch Rechnung

Der Leonhardiritt Gabelbachergreut fiel heuer aus: Grund waren die anhaltenden Sturmböen.
Bild: Marcus Merk

Während Sturmtief Herwart Teil in Norddeutschland für den Ausnahmezustand sorgte, hielten sich die Schäden im Landkreis in Grenzen. Im Zusmarshauser Ortsteil Gabelbachergreut wurde der Leonhardiritt wegen der anhaltenden Sturmböen abgesagt. Ross und Reiter mussten zu Hause bleiben – die bessere Alternative bei Sturm und Regen. Freunden der Traditionsveranstaltung zu Ehren des heiligen Leonhard bleibt jetzt noch zwei Termine im Landkreis.

In Gessertshausen und in Dinkelscherben-Stadel findet der Ritt am kommenden Sonntag, 5. November, statt. In Gessertshausen beginnt der Festgottesdienst zum Patrozinium St. Leonhard mit Pferdesegnung um 10 Uhr. Es nehmen etwa 30 Pferde teil. Bei Dinkelscherben führt der Ritt traditionell von der Kirche Oberschöneberg zum Ortsteil Stadel. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst mit Pferdesegnung an der Leonhardkapelle in Stadel. Dort findet um 13.30 Uhr auch noch eine Dankandacht statt. Organisator Alfred Schlosser aus Reischenau rechnet mit 50 Pferden, darunter vier bis fünf Kutschen.

Bis dahin ist Sturm Herwart längst abgezogen. Das Tief hatte unter anderem einen Baum auf die Gersthofer Annastraße fallen lassen. In Neusäß fiel ein Bauzaun um und beschädigte ein Auto. Außerdem wurden zahlreiche Verkehrszeichen umgedrückt. Einen weiteren Einsatz hatte die Polizei auf der B 2: Zwischen Biberbach und Herbertshofen musste eine Streife in Richtung Donauwörth einen entwurzelten Busch von der Fahrbahn schaffen.

Auch im südlichen Teil des Augsburger Landes waren immer wieder die Ordnungshüter gefordert: Vor allem in den Stadtgebieten von Schwabmünchen und Bobingen, wo zahlreiche Bauzäune auf die Straßen kippten. Sie wurden von den Beamten zur Seite gezogen, um den Verkehr nicht zu behindern. „Aufstellen hätte keinen Sinn gemacht, solange der Wind weiter tobte“, sagte ein Polizist.

Auch zahlreiche, wenig beladene Mülltonnen waren auf Straßen gerollt, sie wurden ebenfalls aufgeräumt. In Schwabmünchen hatten Passanten der Polizei zudem einen Autoaufbruch gemeldet. Eine Streifenbesatzung fand einen Geländewagen vor mit weit aufstehendem Kofferraumdeckel. Es gab jedoch keine Aufbruchspuren, die Abdeckung war offenbar nur nicht richtig eingerastet gewesen und vom Wind aufgedrückt worden. In Straßberg musste die Feuerwehr ausrücken, weil eine losgerissene Bautafel einen Stromverteiler getroffen hatte und dieser entsprechend abgesichert werden musste. Auf Landstraßen gab es ebenso wie innerorts stellenweise Behinderungen durch Zweige und Äste.

Nicht der Sturm, sondern ein defektes Kabel war übrigens die Ursache für einen Stromausfall am Samstagabend, von dem in der Spitze rund 6000 Haushalte vor allem in Neusäß, Gessertshausen und Fischach betroffen waren. Die Unterbrechung begann kurz vor 23 Uhr. Die Netzleitstelle der Lechwerke undhatten die Haushalte schrittweise wieder zugeschaltet. Gegen 23.45 Uhr war das Problem nach Angaben der Lew behoben.

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