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Nordendorf

07.05.2019

Süßes aus Nordendorf: Künstlerin aus dem Kalorienreich

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Ute Leonhardt hat mit Queeny´s Zucker-Kunst Ihre Passion zum Beruf gemacht. In ihrem „Kalorienreich“ ist alles vorhanden, um Einzelkurse rund um die Backkunst zu geben.

Vor sechs Jahren hat Ute Leonhardt in Nordendorf Queeny’s Zuckerkunst gegründet. Sie bietet weit mehr als super-süßes Backwerk.

Wenn Ute Leonhardt, die Chefin von Queeny’s Zucker-Kunst, ihren Kunden die Tür öffnet, finden sich diese inmitten eines wahren Mädchentraums wieder. Platz findet dieser in einem kleinen Garagenanbau in Nordendorf, den die 43-Jährige mit ihrem Ehemann selbst errichtet und ausgebaut hat.

Rosa, Weiß und andere Pastelltöne dominieren den Raum, in dem sich sowohl einige Tortenmodelle zu Anschauungszwecken befinden als auch Produkte, die Ute Leonhardt dann nutzt, wenn sie Interessierten zeigt, wie Gebackenes künstlerisch in Szene gesetzt werden kann.

Ihr „Werkzeug“ hat sie in einem rosa Koffer untergebracht. Den bestückt sie immer dann, wenn sie ihr „Kalorienreich“ verlässt (was im Übrigen ebenso auf einem Schild an der Wand steht) und sich aufmacht zu Seminaren und Kursen, die sie im Feuerwehrhaus in Nordendorf anbietet, oder zu Geburtstagsfeiern in privaten Räumlichkeiten.

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Leonhardt machte Hobby zum Beruf

Warum Ute Leonhardt neben ihrer Tätigkeit in der Werkstatt ihres Lebensgefährten und in einem Produktionsbetrieb in Westendorf noch zusätzlich ein eigenes Gewerbe angemeldet hat, hat sich eher zufällig ergeben. „Mein Sohn hat sich einen Lightning McQueen-Kuchen zum Geburtstag gewünscht“, erklärt die zweifache Mutter. Das war vor neun oder zehn Jahren und damit zu einer Zeit, in der Fondant und vieles, was man zur Backkunst brauchte, richtig teuer war. Vor sechs Jahren hat sich die 46-Jährige dann dazu entschieden, aus ihrer Backkunst-Passion ein Nebengewerbe zu machen. Seit zwei Jahren schaltet und waltet die Chefin von Queeny’s Zucker-Kunst in ihrem eigenen, kleinen „Kalorienreich“.

Die 43-Jährige möchte Back-Kunstwerke erschaffen, die schön aussehen und gut schmecken. Deswegen ist auch eine Art Lebensmittelkunde regelmäßig Teil ihrer Seminare. „Es muss nicht immer papp-süß sein“, erklärt sie. Deswegen gibt es hier und da auch mal ein Rezept mit weniger Zucker oder mit deftigen Elementen wie Cupcakes mit einem Mascarpone-Bier-Speck-Topping. Ihre Familie isst nur selten eines ihrer Werke - „sie mögen’s eher deftig“ - aber dafür freuen sich ihre Kollegen in Westendorf regelmäßig über neue Backkunstwerke aus dem Kalorienreich in Nordendorf.

Großes Angebot an Seminaren

Ihr Augenmerk legt sie ganz klar auf den Kurs-Bereich anstatt auf den Verkauf. Ihr Seminarangebot erstreckt sich über Kurse mit im Schnitt acht Personen, die sich immer einem speziellen Thema widmen. Ein Männer-Backkurs, ein Ganachier-Kurs sowie die Fertigung von Blumen aus Oblatenpapier stehen auf dem Programm. Auch namhafte Gast-Bäcker lädt Ute Leonhardt regelmäßig zu ihren Seminaren als Referenten ein. Sie sprechen dann über die Airbrush-Technik in der Backkunst oder über Blumenschmuck auf der Torte, der nicht zwingend aus Fondant sein muss.

Ein weiteres Kursmodell, das die gelernte Einzelhandelskauffrau anbietet, ist der Besuch zuhause, beispielsweise um Muffins bei einem Kindergeburtstag mit lustigen Motiven zu verzieren. Darüber hinaus dürfen kreative Backkünstler auch in ihr „Kalorienreich“ kommen, wenn sie einen Kuchen gebacken haben und Hilfe beim Verzieren brauchen oder der Lebensmitteldrucker von Ute Leonhardt dazu dienen soll, dem Gebäck das gewisse Etwas zu verleihen.

Der Backformverleih, bei dem die 43-Jährige Backformen in ganz unterschiedlichen Formen zum Mieten anbietet, sowie der Verkauf von süßer Kuchen-Deko ist hingegen nur ein ergänzendes Unternehmensstandbein.

„Ich liebe Kuchen, die wie Essen aussehen“

Ihre ganz persönliche Back-Leidenschaft ist übrig mitnichten ein rosa Zucker-Zauber. „Ich liebe Kuchen, die wie Essen aussehen“, erklärt Ute Leonhardt und präsentiert direkt eine kleine Auswahl ihrer liebsten Beispiele. Die Schweinshaxe mit Blaukraut und Knödeln auf Soße wirkt zum Anbeißen echt, doch wer einen Biss wagen würde, der hätte weder den Geschmack von Fleisch, noch von Knödeln oder gar Blaukraut im Mund, sondern von Kuchen.

Auch auf dem schwarz-weißen Tablett thront nicht etwa ein echter Burger mit Pommes, sondern ein durch und durch süßes Kuchenwerk. Auch die volle Schüssel mit Chips und der echt aussehenden Chipstüte, die aufgerissen daneben liegt, ist kein salziger Chips-Genuss, sondern ein Werk des Lebensmitteldruckers und aus reichlich Schokolade. Und auch an den Spareribs ist nichts Fleischiges.

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