1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Tagesstätte: Kinder müssen jetzt in den Keller

Betreuung

04.07.2019

Tagesstätte: Kinder müssen jetzt in den Keller

Die Kindertagesstätte St. Fridolin in Ustersbach platzt aus allen Nähten. Jetzt stimmte der Gemeinderat der Nutzungsänderung zur Unterbringung einer Übergangsgruppe im Keller der Betreuungsstätte zu.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Von befristeter Lösung in St. Fridolin sind zwölf Kinder betroffen. Neubau hat Priorität

Das Landratsamt hat die Unterbringung der Übergangsgruppe von zwölf Kindern im Keller der Kindertagesstätte St. Fridolin genehmigt. Der Gemeinderat war einstimmig für die Nutzungsänderung.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Lediglich der Brandschutznachweis müsse noch nachgereicht werden, erläuterte Bürgermeister Willi Reiter. Dies werde demnächst erfolgen. In diesem Zusammenhang informierte er auch, dass die Holzdecke im Kellerflur entfernt und durch Rigipsplatten ersetzt werden müsse. Bei der Frage nach Fluchtmöglichkeiten ergänzte der Bürgermeister, dass diese zwischenzeitlich auch im Keller vorhanden seien.

Die befristete Lösung im Keller geht auf die massive Platznot zurück. Zwischenzeitlich reicht nämlich auch das zusätzliche Angebot in den Containern nicht mehr. Zuletzt räumte der Bürgermeister ein, dass ein Neubau oberste Priorität habe, und es gelte, ein passendes Grundstück zu suchen und möglichst schnell in die Planung einzusteigen.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen auch für den zweiten Bauabschnitt einer Abwasserreinigungsanlage mit Biogaserzeugung und Gasspeicherbehälter an der Dinkelscherbener Straße. Laut Angaben im Bauantrag musste der Speicherbehälter unmittelbar am Reaktor installiert werden. Dieser wurde bereits ohne Baugenehmigung versuchsweise erstellt.

Lediglich zur Kenntnis diente dem Gemeinderat die geplante Beseitigung eines Bauernhauses mit Stadel und Holzschuppen an der Hauptstraße. Die Baulücke soll bald mit einem Neubau gefüllt werden, machte Reiter aufmerksam.

Was dann folgte, waren drei Befreiungswünsche. So wurde für den Neubau eines Doppelhauses in der Schwalbenstraße in Mödishofen die Anhebung der Kniestockhöhe von 25 Zentimeter auf 2,92 Meter sowie der Fußbodenhöhe im Erdgeschoss über dem Gelände beantragt. Das Gremium stimmte jeweils zu.

Ebenfalls gab der Rat grünes Licht, dass auf einem Grundstück Am Torfstich in Mödishofen eine Terrasse auf einer Länge von knapp elf Metern um 2,74 Meter über die Baugrenze hinausragen darf.

Im Baugebiet „Bei den Angern“ stellte ein Bauherr für den Hausbau die formlose Bauvoranfrage nach Genehmigung eines Walmdaches. Eigentlich sind dort nur symmetrische gleichgeneigte Satteldächer zulässig. Als Begründung nannte er eine optimale Ausrichtung der geplanten Photovoltaikanlage. Auch hier stimmten die Gemeinderäte zu.

Ein Problem hatte das Gremium dagegen beim selben Bauherrn mit der Erhöhung der Traufhöhe von erlaubten sechs auf 6,57 Meter. Hier monierten alle Gemeinderäte inklusive Bürgermeister die „massive“ Auswirkung. Zudem wurde die großzügige Raumhöhe von 2,77 Meter hinterfragt. Auch hier reagierte das Gremium einstimmig – diesmal aber in der Ablehnung.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren