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Revision

05.09.2018

Taucher legen Kraftwerk trocken

An der Lechstaustufe Ellgau beginnen kommende Woche umfangreiche Arbeiten

Ellgau Die Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW) führen ab September umfassende Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten am Wasserkraftwerk Ellgau am Lech durch. Dabei werden neben einer Revision beider Turbinen und der Generatoren auch die Wehrpfeiler instand gesetzt, die Schaltanlage erneuert sowie die Kraftwerkssteuerung automatisiert. So wollen die BEW das Kraftwerk auf den neuesten Stand der Technik bringen. Das Wasserkraftwerk Ellgau ist nach Unternehmensangaben das letzte der vier Kraftwerke der Rhein-Main-Donau GmbH (RMD) am Lech, das dieser umfassenden Modernisierung unterzogen wird. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf knapp vier Millionen Euro und werden von der RMD als Kraftwerkseigentümerin getragen.

Für die anstehende Revision der ersten Turbine muss diese im Unterwasser entsprechend abgedichtet und trockengelegt werden. Dafür setzen die Berufstaucher der BEW sogenannte Dammtafeln unter Wasser ein, die mithilfe eines Autokrans abgeladen werden. Diese Arbeiten finden am Dienstag, 11. September, statt. Aus Sicherheitsgründen ist der Wehrübergang an diesem Tag nicht passierbar. Radfahrer und Fußgänger werden gebeten, auf die Brücke der Staatsstraße 2045 zwischen Waltershofen und Thierhaupten auszuweichen.

Die Revisionsarbeiten an der ersten Turbine sollen im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Bei der zweiten Maschine ist die Revision zwischen August 2019 und Frühjahr 2020 geplant.

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Während der Bauarbeiten ist mit einem verstärkten Verkehrsaufkommen zum Kraftwerk sowie im Umfeld des Kraftwerkes zu rechnen. Daher kann es in diesem Bereich zeitweise zu Beeinträchtigungen des Fußgänger- und Radverkehrs kommen, waren die BEW.

Das Kraftwerk Ellgau gehört zu den vier leistungsstarken Lechkraftwerken der Rhein-Main-Donau GmbH (RMD) vor der Mündung des Lechs in die Donau. Die Wasserkraftwerke Ellgau, Oberpeiching, Rain und Feldheim erzeugen jährlich etwa 220 Millionen Kilowattstunden Strom. Mit dieser Menge können etwa 63000 Haushalte das ganze Jahr über mit elektrischer Energie versorgt werden. Die vier RMD-Kraftwerke am Unteren Lech werden von BEW betrieben und von deren Zentralwarte in Gersthofen bei Augsburg aus überwacht und gesteuert. Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Augsburger Lechwerke AG.

Die BEW unterhält und betreibt 36 Wasserkraftwerke an Donau, Günz, Iller, Lech und Wertach und gehört damit nach eigenen Angaben zu den führenden Wasserkraftwerksbetreibern in Bayern. (AL)

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