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Stadtbergen

25.11.2019

Tauschbörse: Weg mit der alten Weihnachtsdeko!

Die Stimmung war bestens: Diese Teilnehmerinnen an der Tauschbörse waren erstaunt über die vielen verschiedenen Sachen, die angeboten wurden.

Beim Tauschhandel in der Friedenskirche Stadtbergen ging Dekoration von Hand zu Hand. Erstaunliches wurde getauscht

Wie ein weihnachtlicher Wegweiser geleitete eine stumme Prozession von leuchtenden Papierlaternen die neugierigen Besucher zu den Pforten der Stadtberger Friedenskirche, in deren Gemeindesaal eine ganz besondere Adventsbörse stattfand: An den dort aufgebauten Tischen wechselten bunte Christbaumkugeln und beleuchtete Kerzenhäuser die Besitzer, wurden Rodelschlitten und Rauschgoldengel in neue Hände gegeben.

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Das Besondere an diesem Weihnachtsmarkt in der Friedenskirche: Bezahlen musste niemand etwas, denn es wurde auf unkomplizierte Weise einfach getauscht, gespendet und nach Lust und Laune eingepackt.

Im Vorfeld konnte noch keiner der Teilnehmer vorhersehen, ob eine solch unkonventionelle Weihnachtstauschbörse auch tatsächlich funktionieren würde, doch das Interesse war von Anfang an geweckt. „Für uns ist es das erste Mal“, lässt Organisatorin Dagmar Werkmann vom Kirchenvorstand dazu verlauten. „Wir wollten nicht dieses Geben, Nehmen und Bezahlen wie auf einem Flohmarkt, sondern hier kann sich jeder einfach nehmen, was er gerne möchte.“

Tauschbörse: Weg mit der alten Weihnachtsdeko!

Elfinnen und Engelshaar

Und angeboten wurde wahrlich vieles von den Stadtberger Weihnachts-Elf(inn)en – vom güldenen Engelshaar bis zur geschnitzten Mini-Krippe, von dekorativen Leuchtsternen und Lichterketten bis hin zu kleinen Engelchen aus Wattebäuschen.

Doch mitunter waren auch ganz besondere Liebhaberstücke unter den weihnachtlichen Angeboten zu finden, so etwa eine nostalgische Puppe in antiken Gewändern von der Mitwirkenden Rosi Henkel oder ein aufwendig gefertigter Rauschgoldengel, der wohl dank seiner Flügel den weiten Weg von der Hansestadt Lübeck nach Stadtbergen gefunden hatte.

Anfangs fanden die ungewöhnlichen Tauschgeschäfte noch etwas zögerlich statt, doch nach einem prickelndem Gläschen Holundersekt wurden schließlich offenherzig die ersten persönlichen Wünsche geäußert, glitzernde Kettenanhänger gegen eine freiwillige Spende erworben und der eigene Adventsfundus für das heimische Wohnzimmer aufgestockt. Auch Besucherin Martha Lischka war von der Idee der ungezwungenen Tauschbörse begeistert und betrat den Saal neugierig mit einer großen Überraschungstüte unter den Armen. „Ich habe heute Nachmittag meinen Dachboden ausgeräumt“, erzählt die Dame lachend und erinnert sich daran, was sie dort ansonsten noch alles entdeckt hatte. „Da kommt schon noch was nach“, sagt sie schelmisch.

Besonders sympathisch an dieser ungewöhnlichen Adventsaktion war das Gesamtgeschehen, das die eigentliche Tauschbörse atmosphärisch umrahmte – so haben sich alte Bekannte wiedergetroffen, um Erinnerungen auszutauschen, wie schön doch das Selberbasteln in früheren Zeiten gewesen war oder wie man in Kindertagen das heilige Fest erlebt hatte.

Nicht zuletzt sorgte ein liebevoll angerichtetes Snack-Büfett für fröhliche Ausgelassenheit unter den Besuchern, die sich an diesem Abend bereits auf die schönsten Tage des Jahres eingestimmt haben – weit abseits des kommerziellen Trubels in der heutigen Zeit.

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