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Pulse of Europe

02.04.2017

Tausend Menschen demonstrieren in Augsburg für Europa

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Rund tausend Menschen kamen zur "Pulse of Europe"-Kundgebung auf dem Augsburger Rathausplatz.
Bild: Michael Hochgemuth

Bei den "Pulse of Europe"-Kundgebungen gingen die Menschen zeitgleich in 84 Städten in zwölf Ländern auf die Straße. In Augsburg überraschte der Andrang die Initiatoren.

Der Puls Europas schlägt jetzt auch in Augsburg. Rund 1000 Menschen haben sich am Sonntag auf dem Rathausplatz versammelt, um die Stimme für Europa und gegen einen drohnenden Zerfall der Europäischen Union zu erheben. Die Aktion fand zeitgleich in 84 Städten in zwölf Ländern statt.

Seit rund einem halben Jahr gibt es die Bürgerbewegung Pulse of Europe, die ihren Anfang in Frankfurt genommen hat. Unter dem Eindruck des Brexitvotums und der Trumpwahl und vor den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich hatten dort Menschen das Bedürfnis, sich zu treffen und für die europäische Idee einzusetzen. Zur ersten Kundgebung auf dem Pariser Platz im Frankfurter Europaviertel kamen 150 Menschen – heute gehen in der Stadt jeden Sonntag mehr als 4000 Menschen auf die Straße.

Pulse of Europe: Veranstalter überrascht über Andrang in Augsburg

In Augsburg hat die Zahl der Teilnehmer die Organisatoren völlig überrascht, wie Initiator Armin Baier berichtet. Angesichts der schnell steigenden Teilnehmerzahl, mussten in aller Eile zusätzliche Ordner bestimmt werden. Gerechnet hatte man mit 150 bis maximal 300 Menschen.

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„Ich bin völlig überwältigt“, so Baier angesichts der 1000 Menschen, die ihre blauen EU-Fähnchen schwenkten und lauthals die Europahymne, Beethovens Ode an die Freude mitsangen. Ein Merkmal der Bewegung ist, dass sie überparteilich und überkonfessionell ist. Parteipolitisches Engagement ist auf den Veranstaltungen nicht erwünscht, die gesamte Organisation geht von Privatleuten aus.

Auf der offenen Bühne kann jeder seine Gedanken zu Europa mitteilen, dazu gibt es Musik und es wird gemeinsam gesungen. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl, gemäß dem Pulse of Europe-Gedanken als Privatmann in Jeans und ohne Krawatte, sprach davon, dass man 70 Jahre Frieden in Europa nichts für selbstverständlich nehmen dürfe. Es sei jedes Engagement und jede Mühe wert, für den Frieden einzutreten.

Die Bewegung hat eine zehnteilige Agenda, die auf dem Rathausplatz verlesen wurde. Darin geht es um Selbstverantwortung, um Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit, sowie Reformen und Teilhabe. Die Demonstranten auf dem Rathausplatz nahmen die Agenda mit lautem Klatschen auf.

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Hunderte demonstrieren in Augsburg für Europa
Bild: Michael Hochgemuth

"Die EU ist unsere einzige Zukunft"

Auch bei den Menschen vor der Bühne war Frieden das zentrale Thema. „Die EU ist unsere einzige Zukunft, ohne sie schaut es düster aus“, sagte Peter Halke, der seine eigene EU-Fahne mitgebracht hatte. „Der Friede in Europa ist durch nichts aufzuwiegen – Separatismus führt zu Unfrieden zwischen den Völkern“, so der Demonstrant.

Auch die europafeindlichen Bewegungen und Parteien in einigen Ländern macht vielen Menschen Angst. „Die antieuropäischen Stimmen sind stark – wir wollen zusehen, dass die proeuropäischen Stimmen stärker werden“, sagte Demonstrantin Marie-Luise Fritscher.

Für den Leiter des Augsburger Europa-Büros, Markus Hodapp, ist Pulse of Europe ein veritabler Glücksfall. „In zehn Jahren haben wir noch nie so eine breite Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft erfahren“, sagt er. Das Europabüro koordiniert die Aktion in Augsburg und unterstützt die Initiatoren. Pulse of Europe soll bis zum Europatag am 7. Mai jeden Sonntag um 14 Uhr auf dem Rathausplatz stattfinden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.04.2017

(edit/mod/diskutieren Sie bitte sachlich!)

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04.04.2017

"Die fähnchenschwenkenden Gutmenschen sind die Gleichen, die vor kurzem noch in den Bahnhöfen Teddybären verteilten."

Warum muss man denn so viel blanken Unsinn verbreiten?

Viele junge Menschen in Deutschland und in 12 Länder von Europa wünschen sich ein gemeinsames Europa. Dies ist beim besten Willen doch nicht mehr zu übersehen.

Auch bis es zu den United States of America gekommen ist, war es ein ausgesprochen schwieriger Weg. Zweifellos hat die Vereinigung der Staaten von Amerika letztlich zu einer Weltmacht geführt.

Auch Europa wird über kurz oder lang enger zusammen rücken müssen um in der globalen Welt bestehen zu können.

Also Fähnchen in die Hand nehmen und für ein gemeinsames Europa demonstrieren.

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04.04.2017

Viele junge Menschen in Deutschland und in 12 Länder von Europa wünschen sich ein gemeinsames Europa. Dies ist beim besten Willen doch nicht mehr zu übersehen.

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Wenn die Klügeren

immer nachgeben,

geschieht nur das,

was die Dummen wollen.

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EUROPA heißt auch den Wohlstand ANGLEICHEN.

Dann müsste BR Deutschland noch viel weiter sinken ... im Sozialsystem !

Siehe Deutsch Deutsche Fusion der Systeme 1989 - 2xxx.

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03.04.2017

dass man 70 Jahre Frieden in Europa nichts für selbstverständlich nehmen dürfe....

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Den Frieden in Europa, brachte auf der NATO; und auf der Warschauer Pakt Seite, der Respekt der Gewaltigen Explosionskraft; der "Wasserstoffbombe" ......

"Wasserstoff-Kernfusion" .... die Friedenstaube !

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1000 Menschen, die ihre blauen EU-Fähnchen schwenkten und lauthals die Europahymne, Beethovens Ode an die Freude mitsangen....

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Fast alle sind dafür .... aber wenn es ums zahlen geht .... dann "nix verstehen" siehe Beitrittsländer aus Mittel-Osteuropa .... Bei Geld hört halt die Freundschaft zur "Union" auf.

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02.04.2017

Die nehmen es mit der Geschichte nicht so genau...

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http://pulseofeurope.eu/doe-10-grundthesen-des-pulse-of-europe/

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2. Der Frieden steht auf dem Spiel
Die Europäische Union war und ist in erster Linie ein Bündnis zur Sicherung des Friedens.

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Das losgelöst von den USA und der NATO zu behaupten ist schon ein starkes Stück. Dazu ist die sehr expansive Osterweiterung, gerade was die Ukraine angeht, im Hinblick auf das friedliche Verhältnis zu Rußland mehr als fragwürdig.

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Der Vorgänger der EU war die EWG - die europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Damit ist auch klar gesagt worum es eigentlich geht.

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03.04.2017

Aus "Gute Frage":

"Der Grundgedanke für eine "Europäische Gemeinschaft" enstand sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und wurde zunächst vom deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer, vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gauulle und vom französischen Außenminister Robert Schuman ins Gespräch gebracht. es ging darum, dass man nach den schrecklichen Erfahrungen der beiden letzten Kriege eine neue - friedliche - Form des Zusammenlebens und der Nachbarschaft finden wollte, um zukünftig Kriege und Nachbarschaftskonflikte zu vermeiden, bzw. aufkommende Konflikte auf Gegenseitigkeit berät und löst. Hinzu kamen natürlich wirtschaftliche Überlegungen, denn es ging vor allem um Kohle und Stahl, damals waren das noch florierende Wirtschaftszweige."

Ihren beiden letzten Absätzen - bezüglich USA, NATO und expansiver Osterweiterung - stimme ich völlig zu.

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03.04.2017

"Die nehmen es mit der Geschichte nicht so genau..."

Was gibt es denn da zu meckern. Es ist doch wunderbar wenn mittlerweile immer mehr Zeichen für ein geeintes Europa gesetzt werden. Nationalistische Denkweise ist längst out.

Die Deutschen haben es geschafft sich zusammen zu schließen. Amerikaner haben es geschafft sich zu vereinigen. Dass dies einige Mühen und Zeit brauchte ist verständlich, aber letztlich hat es sich gelohnt. Trotzdem gibt es immer noch Leute, welche die Zeit zurückdrehen wollen. Ein bayerisches Königreich, eingebildet am Biertisch ist so ein Beispiel von ewig Gestrigen.

Warum sollte Europa es nicht schaffen? Auch wenn es logischerweise nicht von heute auf morgen geht. Wichtig ist doch dass es möglich ist, selbst wenn noch ein langer Weg bevor steht.

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02.04.2017

Lukas 23:34

Lutherbibel 1912

Jesus aber sprach:

Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun!

Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum.

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