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Diedorf

26.01.2020

Thema Wasser bleibt in Diedorf ein Dauerbrenner

Nach wie vor beschäftigt die Bürger ihr Trinkwasser und die damit verbundenen Maßnahmen.
Bild: Marcus Merk

Nach wie vor beschäftigt die Bürger ihr Trinkwasser und die damit verbundenen Maßnahmen. Es gibt neue Fragen auf der Bürgerversammlung zu bekannten Themen.

Obwohl Bürgermeister Peter Högg und Burkhard Bittner vom beauftragten Ingenieurbüro noch einmal genau dargelegt hatten, welche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Trinkwasser in Diedorf warum nötig waren, kamen bei der Bürgerversammlung in Diedorf noch mehr Fragen zu dem Thema.

Ein Bürger fragte ganz pragmatisch: „Wir viel Chlor ist denn aktuell noch im Trinkwasser? Ich trinke das nämlich nach wie vor.“ Laut Bittner sei das kein Problem: „Wir sind im Bereich von 0,1 Milligramm pro Liter, das bedeutet Trinkwasserqualität.“

Der Brunnen in Anhausen muss saniert werden

Aus den Ausführungen ging auch hervor, dass der Brunnen in Anhausen saniert werden muss. Die verantwortlichen betonten zwar, dass er gute Trinkwasserqualität liefere – ein neu eingebautes Messgerät überprüfe das täglich – bei einer Kamerafahrt seien allerdings Schäden aufgefallen, deren Ausmaß noch nicht bekannt ist. Aus dem Publikum kam deshalb die Frage, warum der Brunnen in Anhausen nicht auch im Zuge der Überholung des Trinkwassernetzes renoviert werde. Die Antwort ist einfach.

Thema Wasser bleibt in Diedorf ein Dauerbrenner

Die Bauarbeiten an dem Brunnen könnten mehrere Wochen dauern. Außerdem betonte Bittner, dass der Sanierung ein potenziell monatelanges Wasserrechtsverfahren vorausgehen müsse, da der Brunnen in seiner aktuellen Form wohl gar nicht mehr zugelassen werden könne. Alles in allem bedeutet das, dass der Brunnen in Anhausen erst saniert wird, wenn Diedorf durch eine Druckerhöhungsanlage, die dieses Jahr noch in Betrieb gehen soll, zuverlässig Wasser von den Stadtwerken Augsburg beziehen kann oder ein neuer Brunnen gebaut ist. „Wir müssen erst Redundanz schaffen“, erklärte Ingenieur Bittner und Bürgermeister Högg betonte: „Wir wollen ja nicht, dass es zu Versorgungsschwierigkeiten kommt.“

Zurückschneiden von Hecken ist erneut Thema

Ansonsten kamen in der Bürgerversammlung Fragen zu Alltagsproblemen. Ewiges Thema in Diedorf wie in vielen anderen Gemeinde: das Zurückschneiden von Hecken. Manchen Bürgersteig könne man gar nicht mehr benutzen, Straßen würden durch die wuchernden Pflanzen immer enger, so ein Diedorfer. Högg kennt die Thematik, betonte aber auch in der letzten Versammlung wieder, dass die Gemeinde zwar aktiv sei, es aber nicht flächendeckend für die gesamte Gemeinde schaffe, Hecken zu überprüfen. Bevor man Mahnungen losschicke oder das zurückschneiden gar vornehmen lasse, versuche man das Problem im Konsens mit den Grundstücksbesitzern zu lösen. Auch das koste Zeit.

Univ.-Prof. Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin der Hochschulambulanz für Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Chlor.
Video: Maria Heinrich

Ein weiterer Diedorfer Dauerbrenner kam auf, als Josef Papsch fragte, ob es schon Zukunftsvisionen für das neue Rathaus gebe. „Visionen gibt es“, betonte Högg. Es werde Aufgabe des neuen Gemeinderats sein, Möglichkeiten auszuloten. Bisher reichen die Ideen vom Ausbau des bestehenden Hauses bis zu einem Neubau. „Klar ist, dass sich die Situation für unsere Mitarbeiter erheblich verbessern muss.“

Lesen Sie dazu auch: Auch Aystetten muss ab sofort das Wasser abkochen

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