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Thierhaupten

26.04.2019

Thierhaupten hat nun ein Forstrevier

Andreas Rothhammer (Mitte) bleibt der Ansprechpartner für die Waldbesitzer. Bürgermeister Toni Brugger und Amtsleiter Wolfgang Sailer besuchen ihn in der neuen Dienststelle.
Bild: Höchstätter

Wer dort Rat findet, und um welche Probleme sich der Revierleiter kümmert.

Das ehemalige Forstrevier Meitingen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Augsburg ist nach Thierhaupten umgezogen und heißt nun „Forstrevier Thierhaupten“. Bei einem Pressetermin wurden die neuen Räumlichkeiten vorgestellt. Dabei wurde auch erklärt, wer sich an den Revierleiter wenden kann und welche Aufgaben das Forstamt übernimmt.

Wo? Die neuen Räume liegen gegenüber dem Rathaus Thierhaupten am Marktplatz 2b.

Umzug Der Umzug wurde notwendig, da es im Rathaus Meitingen zu eng wurde und Bürgermeister Michael Higl Eigenbedarf für das Büro anmeldete.

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Ansprechpartner Revierleiter Andreas Rothhammer steht kommunalen und privaten Waldbesitzern als Ansprechpartner zur Verfügung. Er informiert über Waldbewirtschaftung, die verschiedenen Förderungen und die Borkenkäferbekämpfung.

Sprechstunden Diese sind jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr. Revierleiter Rothhammer ist unter der Telefonnummer 08271/6716 oder mobil unter 01755822934 erreichbar.

Struktur Im Bereich des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, der sich über die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg und die Stadt Augsburg erstreckt, gibt es insgesamt 57 000 Hektar Wald. Davon sind rund die Hälfte im Privatbesitz, 27 Prozent sind Staatswälder und 17 Prozent sind im Eigentum von Städten und Gemeinden. Rund 70 Kommunen besitzen Wald. Insgesamt zählt der Amtsbereich 10600 Waldbesitzer, wobei im Durchschnitt ein Waldbesitzer rund drei Hektar Wald sein Eigen nennt.

Das Revier Thierhaupten ist am anspruchsvollsten

Reviere Im Amtsbereich gibt es acht Reviere. Die größte Waldfläche habe dabei das Revier Thierhaupten, erklärt AELF-Leiter Wolfgang Sailer. Dieses Gebiet sei auch am anspruchsvollsten, was vor allem am Auwald liege. Das Forstamt in Thierhaupten kümmert sich auch um den Gemeindewald von Thierhaupten (220 Hektar) und den von Meitingen (knapp über 200 Hektar). Dafür wird ein Forstwirtschaftsplan aufgestellt, der über eine Zeitspanne von 20 Jahren reicht. Darin werden die Nutzung aber auch die Pflegemaßnahmen und der Naturschutz festgeschrieben.

Revier Thierhaupten Dazu zählen die Gebiete Biberbach, Meitingen, Kühlenthal, Westendorf, Ehingen, Nordendorf, Allmannshofen, Ellgau, Baar und Pöttmes.

Forstaufsicht Der Revierleiter ist auch mit Polizeibefugnissen ausgestattet. Er kann gegen Waldbesitzer vorgehen, die gegen die Gesetze verstoßen. Wenn sich beispielsweise ein Waldbesitzer weigert, Bäume, die vom Borkenkäfer befallen sind, zu schlagen, kann der Revierleiter Ersatzmaßnahmen androhen. Das heißt, die Bäume werden von einem Unternehmen gefällt und der Waldbesitzer muss die Rechnung bezahlen.

Auwald Eine Besonderheit im Revier Thierhaupten ist der Auwald, der besonders pflegeintensiv ist. In diesem Bereich wird laut Rothhammer viel für den Naturschutz und den Erhalt der dortigen Artenvielfalt getan.

Biber Laut Sailer hat der Biber ein gutes Gespür für besonders wertvolle Bäume. Denn gerade diese frisst er mit Vorliebe an. Sailer erklärt aber auch, dass diese Tiere einen hohen europäischen Schutzstandard genießen und man sich deshalb mit den Nagern letztlich arrangieren müsse.

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