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Diedorf

12.07.2019

Thomas Rittel will Diedorfer Bürgermeister werden

Thomas Rittel will Bürgermeister in Diedorf werden.
Bild: Jonas Ziegler, Z-Studio

Der Fraktionsvorsitzende tritt gegen den amtierenden Bürgermeister Peter Högg an. Die CSU will Fehler nicht wiederholen.

Die CSU Diedorf hat sich entschieden, wer im kommenden Jahr bei den Kommunalwahlen als Bürgermeisterkandidat antreten soll: Einstimmig haben die Mitglieder sich für den Fraktionsvorsitzenden Thomas Rittel entschieden. Um dieses Ziel zu erreichen, will die CSU geschlossen hinter ihrem Kandidaten stehen. Fehler aus der vergangenen Kommunalwahl vor sechs Jahren dürften nicht mehr geschehen, hieß es mehrmals bei der Versammlung.

40 Wahlberechtigte haben am Donnerstagabend für den Berufsschullehrer Thomas Rittel gestimmt. Vorgeschlagen von Elisabeth Lohner, Ortsvorsitzende der CSU Anhausen, wurde Rittel als „kompetenter und bürgernaher“ Nachfolger von Bürgermeister Peter Högg („Wir für Diedorf“) bestimmt. Die Partei möchte bei den Kommunalwahlen 2020 die Fehler von vor sechs Jahren, die zu einem Zerwürfnis innerhalb der CSU führten, nicht wiederholen. Damals hatte die Partei Gemeinderat Stefan Mittermeier als Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufgestellt und nicht den späteren Sieger Peter Högg. Dieser trat aus der Partei aus und mit ihm gingen eine Reihe langjähriger Gemeinderäte. Sie gründeten „Wir für Diedorf“ , heute die größte Fraktion mit acht von 20 Sitzen im Rat. Högg wurde im ersten Anlauf Bürgermeister, Mittermeier kam auf nicht mehr als gut 15 Prozent der Stimmen.

Partei muss einen Neuanfang wagen

Welche Aufgaben erwarten den künftigen Bürgermeister in Diedorf in den nächsten sechs Jahren? Ortsvorsitzender Horst Heinrich betonte, die Partei müsse im Markt einen Neuanfang wagen und das „Chaos“ der vergangenen Jahre wieder ordnen. Konkret will die Partei unter anderem die Streitigkeiten im Gemeinderat überwinden, die Verschuldung des Marktes Diedorf ausgleichen und ein Ohr für die Menschen im Ort haben.

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Ein Anforderungsprofil, dem sich Rittel gewachsen sah. Der 49-jährige Berufsschullehrer ist verheiratet und hat zwei Kinder im Teenageralter. Er kenne die Kommunalpolitik in seiner Heimat seit früher Kindheit, sagte er. „Durch meinen Vater bin ich bereits als Kind zur Politik gekommen.“ Darüber hinaus kenne er „die formalen Strukturen einer Kommune und kann im Tagesgeschäft ohne lange Einarbeitung starten“. Neben seinem politischen Engagement ist Rittel seit 18 Jahren Berufsschullehrer in Augsburg und arbeitet ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz im Katastrophenschutz – sowohl sein Beruf als auch sein Ehrenamt nennt der Fraktionsvorsitzende als eine der Stärken. So könne er Mitarbeiter führen und motivieren, aber auch „mal zuhören und die Anliegen ernst“ nehmen. Allerdings könne er im Ernstfall auch „unangenehme Entscheidungen treffen“.

Gechlortes Wasser ist noch immer ein Problem

Rittel nannte Probleme, die der Markt Diedorf seiner Ansicht nach hat. Dazu gehörten das noch immer gechlorte Trinkwasser, die mangelnde Kinderversorgung, die kritische Wohnraumsituation, der schlechte Zustand der gemeindlichen Gebäude und die teilweise maroden Straßen und Grünanlagen.

All diese Themen wolle der Fraktionsvorsitzende angehen und im Falle seiner Wahl umsetzen. Er formulierte folgende Ziele: Zum einen sollen Jugendliche im Ort ausreichend Freizeitangebote und Ältere seniorengerechte Wohnungen erhalten. Zum anderen müsse der Wohnraum grundsätzlich bezahlbar werden. Darüber hinaus möchte er Arbeitsplätze schaffen, indem er Platz für Gewerbe bereitstelle. Rittel abschließend: „Wir müssen es schaffen, dass alle Diedorfer Gebäude saniert und mit PV Anlagen ausgestattet werden.“ Als leuchtendes Beispiel nannte er das Schmuttertalgymnasium.

Unterstützung erhielt Thomas Rittel auch von Landrat Martin Sailer und CSU-Staatssekretärin Carolina Trautner. Beide betonten den Stellenwert der Zusammenarbeit der Ortsverbände.

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