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Neujahrskonzert

17.01.2015

Trachtenkapelle mit Temperament

Stefan Haak (links) gratuliert als Vorsitzender der Schwäbischen Trachtenkapelle dem Dirigenten Georg Miller für seine 10-jährige Tätigkeit
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Stefan Haak (links) gratuliert als Vorsitzender der Schwäbischen Trachtenkapelle dem Dirigenten Georg Miller für seine 10-jährige Tätigkeit

Die Hirblinger Musiker zeigen ihr Können. Jubiläum für Dirigent Georg Miller

Über zwei nahezu ausverkaufte Neujahrskonzerte konnten sich die Hirblinger Musiker freuen. Nach den Auftritten des gemeinsamen Schüler- bzw. Jugendorchesters der Musikvereine Batzenhofen, Hirblingen und Gablingen „BaHiGa“ unter seinem Stabführer Andreas Meyer übernahm die Schwäbische Trachtenkapelle mit Georg Miller am Pult.

Mit fulminantem Sound setzte „The Olympic Spirit“ von John Williams vor allem das Trompetenregister in Szene, das diese Herausforderung mit Bravour meisterte. „Il Postiglione d´Amore“ von Alfred Bösendorfer alias Kees Vlak ist dem Stile Gioachino Antonio Rossinis nachempfunden und selbst Kenner könnten meinen, dem Meister selbst wäre das temperamentvolle Stück aus der Feder geflossen.

Bianca Schmid, die informativ und unterhaltsam durch das Programm führte, leitete über zum nächsten Werk, „La Légende de Saint Odile“. Der Legende zufolge hat die spätere Ordensgründerin Odilia, zunächst blind geboren und deshalb von ihrem Vater verstoßen, mit 15 Jahren bei ihrer Taufe das Augenlicht erlangt. Mario Bürki, ein Schweizer Komponist, hat ihr bewegtes Leben in Noten gesetzt, und der Trachtenkapelle ist es musikalisch gelungen, den Zuhörer zu fesseln. Wer kennt nicht „Riverdance“, eine Choreografie irischen Stepptanzes? Der Ire Ronan Hardiman hat die Musik komponiert und Frank Bernaerts, ein Belgier, daraus das Medley „Lord of the Dance“ zusammengestellt. Nach einer anfänglich ruhigen, die Schönheit der irischen Landschaft beschreibenden Melodie nimmt das Stück Fahrt auf und kulminiert zu einem wilden Schlusstanz. Gefühlvolle Soli wurden von Tanja Mayr an der Oboe und von Roland Dworschak an der Trompete geblasen.

Johann Sebastian Bachs „Toccata in d-Moll“ erklang nach der Pause in der dramatisch anmutenden Rock-Version der britischen Pop-Gruppe „Sky“ aus den sechziger Jahren und mit dem „Concerto d´Amore“ von Jacob de Haan durfte sich das Publikum zurückversetzt fühlen in das Jahr 2005, als dieses Stück schon einmal auf dem Programm stand.

Nämlich beim ersten Neujahrskonzert, an dem Georg Miller bei der Schwäbischen Trachtenkapelle am Pult stand. Vorstand Stefan Haak bedankte sich bei Musikleiter Georg Miller für zehn Jahre unermüdliches Engagement und fruchtbare Arbeit mit einem kleinen Präsent. Musiker und Publikum spendeten lang anhaltenden Applaus.

Der bekannte Allgäuer Komponist Kurt Gäble wurde durch das beeindruckende Naturschauspiel der Alpen zu seinem Werk „Klang der Alpen“ inspiriert. Impressionen, Traditionen und Visionen hat er zu einer Klangdichtung verarbeitet, die das Orchester eindrucksvoll umsetzen konnte.

Nach „Novemberzeit“, einem melancholischen Walzer von Rudi Fischer, „AllgäuLand“, einem schwungvollen Marsch von wiederum Kurt Gäble, endete der Konzertabend „groovig und knackig“ mit „Funky Afternoon“ von Markus Götz, gespickt mit Saxofon-, Trompeten- und Schlagzeugsoli von Daniela und Martin Schmid, Roland Dworschak und Thomas Schrettle.

Nach begeistertem Applaus freute sich das Publikum über zwei Zugaben und durfte sich nach dem Hirblinger Marsch „Gute Freunde“ von Ansgar Weißerth in den Ohren auf den Nachhauseweg begeben. (AL)

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