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22.11.2018

Trägt der Titan bald wieder Rot?

Im Klub-Anzug des FC Bayern präsentiert sich Oliver Kahn immer wieder mal, so wie hier bei der Ehrung der Meistermannschaft 2016. Ab 2019 könnte er Uli Hoeneß als Vorstandsvorsitzenden des Klubs beerben.
Bild: Andreas Gebert, dpa

Fußball Oliver Kahn ist beim FC Bayern München eine Vereinslegende. Der 49-Jährige wird als Nachfolger für Uli Hoeneß gehandelt. Vorstandschef Rummenigge äußerst sich zurückhaltend

München Begleitet von großen Umbruch-Debatten startet der FC Bayern in wegweisende Wochen. In acht Spielen in 29 Tagen wollen der weiter unter Druck stehende Trainer Niko Kovac und seine Stars beweisen, dass sie die ungewohnte wie ungeliebte Rolle des Jägers beherrschen. Die verbesserte Leistung vom 2:3 gegen den sieben Punkte enteilten Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund soll nach Vorstellung von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge „Benchmark-Basis für die nächsten Wochen sein“. Abseits der in der sportlichen Misere drängenden Fragen über das neue Gesicht des Bayern-Ensembles im kommenden Sommer wird dieser Tage vermehrt über die Zukunft in der Chefetage spekuliert. Immer häufiger fällt dabei der Name von Oliver Kahn als Topkandidat für die Umgestaltung.

Bei der Jahreshauptversammlung in der nächsten Woche könnte es neben den wieder hübschen Rekordmeisterzahlen mit der Umsatzbestmarke von 657,4 Millionen Euro auch um Hinweise für die Weichenstellung in der Führungsriege gehen. Präsident Uli Hoeneß selbst hatte die Frage mit der Plauderei über einen möglichen Rückzug in den nächsten „zwei, drei Jahren“ zuletzt angeheizt. Sein Posten steht beim Treffen der Mitglieder im Audi Dome nicht zur Wahl. Bis 2019 dauert die aktuelle Amtszeit. Rummenigges Vertrag läuft kurz danach aus. Nach einst lockeren Münchner Gedankenspielen spekulieren die Süddeutsche Zeitung oder Sport Bild bei Kahn mittlerweile über konkrete Szenarien, mit einem Einstieg schon im Herbst 2019 oder einer Rückkehr im Jahr 2020.

Langweilig dürfte dem einstigen Nationaltorhüter nicht werden: Derzeit ist Kahn geschäftsführender Gesellschafter der „Goalplay GmbH“. Das Unternehmen arbeitet mit dem saudi-arabischen Fußballverband zusammen, um die Torwart-Ausbildung neu zu strukturieren. Der 49-Jährige ist zudem Vorstandsvorsitzender der „Titanoen Media AG“, arbeitet als TV-Experte fürs ZDF und leitet die Oliver-Kahn-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sozial schwächer gestellte Kinder zu unterstützen.

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, äußerte sich zu den Spekulationen um eine Kahn-Rückkehr zurückhaltend: „Olli hat eine großartige Karriere als Fußballer hinter sich. Er hat anschließend auch ein Studium gemacht. Es ist wichtig, was er von seiner Zukunft will.“ Stellung dazu könne er bei allem Verständnis für das Interesse nicht beziehen, sagte Rummenigge. Der Aufsichtsrat des Klubs um den Vorsitzenden Uli Hoeneß werde entscheiden, wie die „ganzen Zukunftsgeschichten ausgehen werden. Dass der Aufsichtsrat sich in dieser Richtung Gedanken machen muss und wird, ist das Normalste der Welt“, sagte Rummenigge. „Das ist eine wichtige Aufgabe des Aufsichtsrats, die Zukunft zu diskutieren und dementsprechend zu entscheiden.“ Kahn sei ein „extrem wichtiger Spieler in der Geschichte von Bayern München gewesen“.

Rummenigge selbst will sich bald konkrete Gedanken um die Verlängerung seines bis zum 31. Dezember 2019 laufenden Vertrags machen. „Ich kann grundsätzlich sagen, dass Uli und ein paar andere Mitglieder des Aufsichtsrates mich gebeten haben, darüber nachzudenken, meinen Vertrag zu verlängern. Das werde ich jetzt in nächster Zeit tun und dann werde ich mit Uli das Gespräch führen“, sagte Rummenigge.

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