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Jahreskonzert

06.02.2018

Träumen bei Mozart-Melodien

Die junge Sopranistin Laura Falk begeisterte zusammen mit dem Königsbrunner Kammerorchester in der evangelischen Immanuelkirche in Diedorf mit dem Jahreskonzert „Around Mozart“.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Das Kammerorchester Königsbrunn ist in der Diedorfer Immanuelkirche ein gern gesehener Gast

Das größtenteils aus jungen Musikern bestehende Kammerorchester Königsbrunn begeisterte in der evangelischen Immanuelkirche in Diedorf mit seinem Jahreskonzert die zahlreich erschienenen Zuhörer. Das Kammerorchester brachte Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Komponisten aus dessen Wiener Umfeld zur Aufführung.

„Es werden Musikstücke von Freunden, aber auch von Konkurrenten Mozarts zu hören sein“, erklärte Christoph Teichner, der multifunktional tätig, nicht nur für die Leitung des Orchesters verantwortlich zeichnete, sondern auch höchst informativ durch das Programm führte und als Solopianist brillierte.

Mitten in ein Hörerlebnis führten die Musiker gleich mit dem ersten Stück, der Ouvertüre zur Oper „Les Horaces“ von Antonio Salieri. Von der Nachwelt als Feind, gar Mozarts Mörder, bezeichnet, habe der in ganz Europa erfolgreiche Opernkomponist sowie hinsichtlich seiner unanfechtbaren Position des kaiserlichen Hofkapellmeisters aber keinerlei Anlass zur Rivalität gehabt, entkräftete Teichner diese Thesen. Zudem habe Salieri sich mehrfach wohlwollend über Mozart geäußert.

Mit der Fantasie in d-Moll für Klavier und Orchester des Böhmen Leopold Kozeluch, wie Mozart ein virtuoser Pianist und einfallsreicher Komponist, wurde das Konzert fortgesetzt. Zwischen diesen beiden Musikern habe durchaus eine starke Rivalität bestanden, plauderte Teichner weiter interessant aus der Musikgeschichte. Die Fantasie in D-Moll, sowie die darauf folgende Konzertarie „Ah me vieni idolo amato“ erklangen in der Immanuelkirche zum ersten Mal nach über 200 Jahren wieder, was vom Publikum höchst erfreut zur Kenntnis genommen wurde. Die Munterkeit und Grazie der D-Moll-Fantasie boten einen Genuss und ließen die Zuhörer ein wenig träumen. Die Konzertarie wurde mit Stimmgewalt von der jungen Sopranistin Laura Falk vorgetragen, die dafür Bravo-Rufe erntete.

Mit einem echten Freund Mozarts endete der erste Teil des Konzerts: Joseph Haydn. Er, der von Mozart liebevoll „Papa Haydn“ tituliert worden war, stand dem jüngeren Kollegen auch stets väterlich zur Seite, erklärte Teichner. „Ich sage Ihnen vor Gott als ein ehrlicher Mann: Ihr Sohn ist der größte Komponist, den ich von Person und dem Namen her kenne!“, sagte der damals bekannteste Komponist Europas über seinen jungen Kollegen Mozart, erfuhren die Zuhörer wissenschaftlich fundiert aus dem Munde des Moderators. Das Kammerorchester spielte seine Ouvertüre C-Dur „For an English Opera“. „Ein tolles Konzert“, war dann auch bereits in der Pause von den Zuhörern zu erfahren. Und doch fehlten noch die vertrauten Klänge Mozarts und so wartete man gespannt, welche Werke folgen würden. Das Kammerorchester hatte sich dabei für Mozarts Konzertarie KV 505 „Nontemer amato bene“ für Sopran, solistisches Klavier und Orchester entschieden. Wieder begeisterte Laura Falk mit einer kraftvollen, klaren Stimme. Das Werk war ein Abschiedsgeschenk für die Sängerin Nancy Storace, die von Wien wieder nach London zurückkehrte. In ihrem Abschiedskonzert trat die Sängerin mit Mozart am Klavier mit dieser Arie auf. In Diedorf begeisterten Laura Falk und Christoph Teichner mit einem Dialog von Gesang und Klavier. Für diejenigen, die gerne ein wenig mehr Mozart gehört hätten, gab es zum Abschluss mit Mozarts Klavierkonzert in C-Dur KV 467 ein langes Stück zum Genießen. Begeisterung, Bravo-Rufe und die Hoffnung, dass das KKO bald wieder in Diedorf spielen möge.

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