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Gersthofen

29.11.2017

Trainerwechsel beim Tabellenführer

Nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren hört Trainer Eddi Keil beim TSV Gersthofen auf, obwohl die Lechtaler als Tabellenführer überwintern. Nachfolger wird der erst zu Saisonbeginn von den eigenen A-Junioren gekommene Co-Trainer Andreas Stieglitz (rechts) sowie Roman Artes.
Bild: Foto: Oliver Reiser

Warum Eddi Keil nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren beim TSV Gersthofen in der Winterpause aufhört

Mit einem 1:0-Sieg beim TSV Hollenbach hat der TSV Gersthofen am Sonntag wieder die Tabellenführung in der Bezirksliga Nord übernommen und darf als Spitzenreiter überwintern. Zwei Tage später kam der große Knall: Am Dienstagabend ließ Trainer Eddi Keil die Katze aus dem Sack. Er informierte die Mannschaft, dass er ab sofort aufhören wird. „Der Zeitpunkt ist natürlich eine Katastrophe“, weiß der 30-Jährige, „aber die Entscheidung steht schon lange fest und ist mit allen Verantwortlichen abgesprochen. Wir wollten nur keine Unruhe reinbringen und haben das letzte Spiel noch abgewartet“, erklärt er, dass es sich bei diesem Entschluss „um eine rein private Geschichte“ handelt. Keil ist vor einem Jahr Vater von Zwillingen geworden.

Abteilungsleiter Klaus Assum hat vollstes Verständnis für seinen Trainer: „Eddi ist sehr akribisch und investiert sehr viel Zeit. Ich glaube schon, dass es da als Familienvater problematisch werden kann. Das muss man ganz einfach respektieren. Er hat hier tolle Arbeit geleistet.“

Vor zweieinhalb Jahren war der ehemalige Bayernligaspieler von der TSG Thannhausen zum TSV Gersthofen zurückgekehrt und hatte eine sang- und klanglos aus der Landesliga abgestiegene Truppe übernommen, die nach finanziellen Schwierigkeiten in alle Einzelteile zerfallen war. Mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs hat Keil inzwischen wieder eine intakte Mannschaft geformt, um die der TSV in gesamten der Region beneidet wird. „Es war eine wahnsinnig schöne Zeit und ich bin froh, dass ich diese Chance bekommen habe. Aber Trainer zu sein ist etwas anders, als nur Spieler zu sein“, hat Keil festgestellt. Zumal er ein Typ ist, der nichts dem Zufall überlässt: „Ich kann keine halben Sachen machen.“

Nahtlos an die Keil’sche Philosophie anknüpfen sollen nun die beiden bisherigen Co-Trainer Andreas Stieglitz, 27, und Roman Artes, 29, der zugleich als Torhüter mit dem Ost-Kreisligisten FC Affing in Richtung Bezirksliga unterwegs ist. „Stieglitz hat die gleiche Sichtweise wie Keil. Deshalb haben wir ihn ja schon vor dieser Saison als Co-Trainer aus der A-Jugend hochgezogen“, sagt Klaus Assum. Der Zeitpunkt der Übernahme sei nun früher gekommen, als geplant. Dass der Trainerwechsel einen Knacks hinterlassen wird, glaubt Assum nicht, obwohl die Mannschaft zunächst doch sehr niedergeschlagen war: „Die Jungs sind mittlerweile so gefestigt, haben so viel Charakter und alle das gleiche Ziel. Der Andy wird das rocken. Er hat die vollste Rückendeckung von uns.“

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