1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. „Traut euch was zu, und macht es auch!“

Jungbürgerfeier

23.11.2019

„Traut euch was zu, und macht es auch!“

Stadtbergen heißt die Jungbürger des Jahrgangs 2001 willkommen: (von links) Bürgermeister Paul Metz, Marcello Baron, Max Borkowski, Jan Bucksmann, Sidney Falk, Katharina Fraind, Zweiter Bürgermeister Michael Smischek, Dritte Bürgermeisterin Bärbel Schubert und Stadtjugendpflegerin Katrin Jalil.
Bild: Ingrid Strohmayr

Heuer wurden in Stadtbergen 165 Jugendliche volljährig. Zum festlichen Empfang im Bürgersaal kamen 31 mit Begleitung. Wie den jungen Menschen dieser Austausch gefallen hat

Seit Jahrzehnten hält die Stadt Stadtbergen die Tradition eines Jungbürgerempfangs aufrecht. „Eine tolle Geste der Stadt, uns junge Erwachsene zu diesem Empfang im festlichen Rahmen mit Sektempfang, Musik, einem Drei-Gänge-Menü samt Tombola und Fotobox einzuladen“, freuen sich Jessica Serba und Katharina Fraind.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Dem stimmen auch die Freundinnen Lydia Fongrad und Alisha Zehentbauer zu, die sich seit dem Kindergarten und der Grundschule kennen. „Prima, dass an unserem Tisch auch Jugendliche sitzen, die wir noch nicht kennen, da wird der Austausch sicher spannend.“

Doch bevor es so weit war, stand der offizielle Teil im Mittelpunkt des Abends, den das Trio Just Friends musikalisch mit dem passend ausgewählten legendären Beatles-Song „Come Together“ stimmig eröffnete. Jugendpflegerin Katrin Jalil, die charmant durch den Abend führte, erläuterte kurzweilig die Rechte der Volljährigkeit, aber auch die Pflichten. Sie sprach auch die ernsten Themen Mobbing in der Schule und Diskriminierung von Mitmenschen an. Ihr ist es wichtig, dass im entscheidenden Moment etwas gegen das Unrecht getan wird: „Gibt den Menschen, die so etwas tun, keinen Raum, sei es psychisch oder physisch. Steht auf, setzt euch für Schwächere ein, egal aus welchem Grund auch immer und egal in welcher Situation.“ Sie wünschte den 18-Jährigen für die Zukunft, dass sie stets das Gefühl von Zusammengehörigkeit in der Gesellschaft erfahren können. „Lasst uns einfach versuchen, die Welt durch unsere Hilfe und Zutun, und sei es nur ein kleiner Teil, den wir beitragen können, menschlicher für jeden Einzelnen von uns zu gestalten.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bürgermeister Paul Metz hob heraus, dass die Einladung auch ein Symbol dafür ist, dass die „Volljährigen“ wichtige Bürger im Gemeinwesen sind. Möglichkeiten für die Mitgestaltung des öffentlichen Lebens gibt es zahlreich. „Jeder kann seine Fähigkeiten und Kenntnisse einsetzen und für seine Überzeugungen werben. Erfahrungen können gesammelt werden, die auch eine persönliche Bereicherung sind.“ Er lud die Jungbürger ein, sich am politischen Geschehen Stadtbergens zu beteiligen, und ermunterte dazu mit dem Satz von Antoine de Saint-Exupéry: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern sie möglich machen.“

Jugendrat Niclas Kunder freut sich, dass in seiner Heimatstadt der Jungbürgerempfang eine jahrzehntelange Tradition hat. Er beendet mit den in Kürze anstehenden Neuwahlen seine „Karriere“ im Jugendgremium der Stadt, das die Interessen der Jugend engagiert und kreativ vertritt. Sein Appell an die Gleichaltrigen lautete: „Traut euch was zu, und macht es auch!“ So scheint auch sein persönlicher Lebenstraum, eine Schauspielausbildung, in Erfüllung zu gehen. Nach dem Abitur im Gymnasium Diedorf sprach er in der Münchner Filmakademie MFA vor, wurde angenommen, jetzt steht der dreijährigen Ausbildung als staatlich anerkannter Schauspieler für Film und Fernsehen nichts mehr im Wege. Nach der Übergabe der Bürgerbriefe, des Grundgesetzes, der obligatorischen Fair-Trade-Rose und einem kleinen Geschenk sowie dem gemeinsamen Singen der Hymnen gab es noch weitere Überraschungen, wie eine gut bestückte Tombola, spendiert von der Stadtberger Geschäftswelt. Über den Hauptgewinn freut sich Florian Salomon. Man treffe Schulfreunde, die man lange nicht gesehen hat. Gute Gespräche, klasse Musik, ein leckeres Menü, alles in allem ein Erlebnis, lautete das Fazit von Nils Münch, Gabriel Erhard und Hannes Winderl. (inst)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren