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29.12.2009

Trevira bekommt Millionen-Kredit

Bobingen Die Trevira GmbH in Bobingen bekommt einen mehrere Millionen Euro schweren Kredit von der Bayerischen Landesbank (BayernLB), der Kreissparkasse Augsburg und der LfA Förderbank Bayern. Später sollen auch Kreditinstitute aus Brandenburg in die Finanzierung mit einbezogen werden. Dort liegt in Guben ein weiterer wichtiger Trevira-Standort.

Diese Geldinstitute waren bereits seit der Einleitung des Insolvenzverfahrens zur Überbrückung der Krise im Gespräch. Trevira will damit Lieferantenkredite und andere Schulden ausgleichen, um den normalen Geschäftsbetrieb unbelastet davon fortzusetzen.

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Über die genaue Höhe des Kredits war nichts Genaues zu erfahren. Es soll sich aber um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Das komplette Paket der neuen Finanzierung wird durch eine Bürgschaft des Freistaates Bayern abgesichert.

"So können langfristig mehr als 1 400 Arbeitsplätze erhalten werden", sagt Insolvenzverwalter Walter Schneider. Die Finanzierung des Geschäftsbetriebes der Trevira Gruppe sei also gesichert und "die Fortsetzung der Produktion an allen Standorten auf lange Sicht garantiert".

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Schneider sieht den Kredit als "eindeutigen Vertrauensbeweis für die hervorragende Substanz und die guten Zukunftsperspektiven" des Textilfaserherstellers. Er wiederholt die Prognose, dass die Trevira Gruppe 2010 ein positives operatives Ergebnis erreichen werde.

Auf Anfrage unserer Zeitung sagte Pressesprecher Alexander Görbing zum Stand der Verhandlungen nach dem geplatzten Verkauf an die Investoren Seifert und Messer: Derzeit würden die Kontakte zu den früheren Interessenten an der Trevira wieder aufgenommen. Angesichts einer erfolgreichen Restrukturierung und der neuen Finanzierung herrsche dabei kein Zeitdruck.

Wie angekündigt, gibt es zum Jahreswechsel einen Betriebsübergang - auch ohne neue Eigentümer. Das neue Unternehmen heißt weiterhin Trevira GmbH. An seiner Spitze steht Insolvenzverwalter Schneider.

Betriebsteile, die für den Fortbestand nicht nötig sind und eine Belastung für künftige Eigentümer darstellen würden, werden ausgelagert in die "Trevira Abwicklungsgesellschaft mbH". Das sei aus bilanztechnischen Gründen nötig, so Pressesprecher Görbing. Über die Zusammenarbeit mit nicht mehr zur Trevira GmbH gehörenden Bereichen sollen die Mitarbeiter und die Kunden im neuen Jahr informiert werden.

Geschäftsführer Uwe Wöhner betont: "Kunden und Lieferanten stehen erfreulicherweise unverändert zum Unternehmen, sodass es Anlass für einen begründeten Optimismus gibt. Eine meiner wichtigsten Aufgaben wird es sein, mich bei unseren Geschäftspartnern für das beinahe unerschütterliche Vertrauen zu bedanken und für eine Fortsetzung der guten Beziehungen zu werben.

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