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Gessertshausen

01.07.2016

Trinkwasser muss abgekocht werden

Kurz vor dem Wochenende kam die schlechte Botschaft: Ein Teil des Trinkwassers von Gessertshausen ist bakteriell verunreinigt. Das Gesundheitsamt hat angeordnet, dass das Wasser aus dem Hahn nur noch abgekocht getrunken werden darf.
Bild: dpa

Bei einer Probe wurden Keime festgestellt. 800 Haushalte in Gessertshausen sind betroffen.

Kurz vor dem Wochenende kam die schlechte Botschaft: Ein Teil des Trinkwassers von Gessertshausen ist bakteriell verunreinigt. Das Gesundheitsamt hat angeordnet, dass das Wasser aus dem Hahn nur noch abgekocht getrunken werden darf. Betroffen sind rund 800 Haushalte der sogenannten Versorgungszone Deubach. Das sind die Häuser in Gessertshausen östlich der Schwarzach, alle Anwohner in Deubach und der Brunnenmühle. Die anderen Ortsteile müssten nicht abkochen, teilt die Gemeinde gestern mit.

Gessertshausen habe eine eigene Wasserversorgung mit drei Brunnen, die jeweils ein Gebiet versorgen, erklärt Bürgermeisterin Claudia Schuster. Bei einer routinemäßigen Probenentnahme seien in einem Bereich die coliformen Bakterien gefunden worden. Vor knapp zwei Jahren war das Trinkwasser in Gessertshausen schon einmal verkeimt gewesen. Die Gemeinde hat damals in Absprache mit dem Gesundheitsamt das betroffene Rohrnetz mit Chlor gespült. Die Ursache für die neue Verkeimung sei noch nicht klar, so Schuster. Es werde zügig nachgeprobt.

Alle betroffenen Haushalte würden mit einem Zettel über die Verunreinigung informiert, sagt Bürgermeisterin Schuster. Die Abkochanordnung gelte auf jeden Fall über das ganze Wochenende. Es reicht laut Gesundheitsamt, wenn das Wasser sprudelnd aufgekocht wird und dann über zehn Minuten langsam abkühlt. Für die Zubereitung von Essen, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden soll ausschließlich abgekochtes Leitungswasser genommen werden. Für die Toilettenspülung und andere Zwecke gebe es keine gesundheitlichen Bedenken. Die in der Hauptstraße von Gessertshausen ansässige Brauerei Schimpfle teilt mit, dass ihr Wassernetz und damit auch ihre Produkte nicht von der Verunreinigung betroffen seien. „Wir verfügen über einen eigenen Mineralbrunnen und sind daher völlig autark von der Gemeinde“, sagt Stefanie Scharpf von der Abteilung Marketing und Vetrieb. (kar)

Auskunft Für Nachfragen gibt es ein Bürgertelefon der Gemeinde unter der Nummer 08238/300650.

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