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Keime im Trinkwasser

21.08.2019

Trinkwasser muss in Gersthofen abgekocht werden

In Gersthofen wurden Keime im Trinkwasser gefunden. Die Behörden warnen die Bevölkerung mit Handzetteln und verhängen am Mittwoch ein Abkochgebot.
Bild: Weizenegger (Symbol)

In Gersthofen wurden Keime im Trinkwasser gefunden. Die Behörden warnen die Bevölkerung und verhängen am Mittwoch ein Abkochgebot.

Derzeit wird im Trinkwasser des Versorgungsgebietes der Stadt Gersthofen ein in der Trinkwasserverordnung festgelegter Grenzwert überschritten, Keime wurden festgestellt. Die Ursache für die Belastung ist derzeit noch nicht bekannt, teilt die Stadt Gersthofen mit. Daher werden bis auf weiteres begleitend Wasserproben an mehreren Stellen im Netz, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, genommen.

Gemeinsam mit dem staatlichen Gesundheitsamt des Landratsamts Augsburg wird intensiv an der Ursachenfindung gearbeitet. Nach Angaben der Stadt ist die Art der Belastung bislang nicht eindeutig identifiziert. Deshalb könne auch nicht gesagt werden, welche Auswirkungen nicht abgekochtes Trinkwasser hat, wenn man es trinkt.

Keime: Wo das Trinkwasser abgekocht werden muss

Die bisherige Trinkwasserqualität kann momentan in Gersthofen, den Ortsteilen Hirblingen, Batzenhofen, Edenbergen, Rettenbergen sowie Peterhof und in Holzhausen (Ortsteil von Gablingen) nicht garantiert werden. Um eine Gefahr für die Gesundheit auszuschließen wird darum gebeten, Wasser vorsorglich abzukochen, sofern es für die Zubereitung von Speisen, zum Kochen oder Trinken verwendet wird. Hierfür muss das Wasser einmalig sprudelnd Aufkochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen.

Diese Handzettel werden seit der Mittagszeit in Gersthofen verteilt
Bild: privat

Für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden soll ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden. Für Toilettenspülungen und andere Zwecke kann nicht abgekochtes Leitungswasser ohne Einschränkungen genutzt werden.

Schon mehrfach hatten die Menschen in Gemeinden im Landkreis Augsburg ihr Trinkwasser abkochen müssen, weil in den jeweiligen Netzen Coli-Bakterien festgestellt wurden. Im Anschluss musste das Wasser oft Monate lang gechlort werden. In Dinkelscherben und Diedorf hält das bis heute an.

In Gersthofen verteilten Helfer ab die Mittagszeit Handzettel, in denen vor der Verunreinigung gewarnt wurde. Seit dem frühen Nachmittag fahren Lautsprecherwagen durch die Stadt, die auf das Abkochgebot hinweisen.

Keime im Trinkwasser in Gersthofen: Das müssen Sie jetzt beachten

  • Abkochen: Das Leitungswasser muss bis zum Widerruf abgekocht werden. Das kann mehrere Tage dauern.
  • Waschen: Ist noch möglich. Allerdings sollte das keimbelastete Wasser nicht in offene Wunden gelangen. deshalb sollten auch Haare und Gesicht nur mit abgekochtem Wasser/Mineralwasser gewaschen werden. Gleiches gilt für das Zähneputzen. Für die Hände reichen Leitungswasser und Seife.
  • Wie Abkochen? Einmal sprudelnd aufkochen und mehr als zehn Minuten abkühlen lassen.
Keime: Trinkwasser muss in Gersthofen abgekocht werden
Video: Oliver Reiser
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22.08.2019

Das Leitungswasser durch Keime verseucht werden können, ist keine Seltenheit. Ursachen gibt es viele. Das kann von der Landwirtschaft kommen, durch falsch angeschlossene Leitung einer Zisterne, auch ein Leck im Versorgungsnetz oder einfach das Wasser lange unbenutzt stand.

Einfach mal abwarten, was der Grund ist.

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21.08.2019

Wodurch und von wem wurde das Wasser verseucht?
Sind Lokal- und Landkreis- Poltiker dafür verantwortlich?
Welche Firmen kommen in Betracht?

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22.08.2019

Den Artikel lesen hätte eine Frage beantworten können:
"Die Ursache für die Belastung ist derzeit noch nicht bekannt, teilt die Stadt Gersthofen mit."
Wie genau soll man das mit den Politikern verstehen?

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