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Welden

15.07.2020

Trotz Corona: So feiert Welden den 100. Todestag von Ludwig Ganghofer

Die Verfilmung der Romane von Ludwig Ganghofer brachte seine Heldinnen und Helden der oberbayerischen Heimat auf die Kinoleinwände.
Bild: Taurus Media

Eine große Feier, wie ursprünglich angesetzt, wird es nicht. Dennoch will Welden den 100. Todestag des Autoren Ludwig Ganghofer feiern - aber anders als geplant.

Eine große Feier, wie ursprünglich angesetzt, wird es nicht. Der Markt Welden lässt das 100-jährige Jubiläum des Todestags von Ludwig Ganghofer trotzdem nicht einfach vorbeiziehen. Lange war nicht klar, ob und in welchem Umfang aufgrund der Corona-Pandemie dies möglich sein würde. Nun steht endlich fest: Ein kleines Jubiläum zu Ehren des einstigen Weldener Lausbuben kann stattfinden.

Ludwigs Ganhofers bekannteste Werke: „Der Hergottsschnitzer von Ammergau“ oder das „Schweigen im Walde“

Der Schriftsteller Ludwig Ganghofer ist den Jüngeren kaum noch bekannt. Mit den Romantiteln „Der Jäger vom Fall“, „Der Hergottsschnitzer von Ammergau“ oder das „Schweigen im Walde“ verbindet diese Generation nichts mehr. Dem etwas reiferen Publikum hingegen, ist das Werk Ludwig Ganghofers noch bestens bekannt, denn er spielte literarisch gesehen Ende des 19. Jahrhunderts in der gleichen Liga wie Karl May.

Millionen lasen seine Bücher, die sehnsuchtsvoll eine „Heile-Welt-Romantik“ beschreiben und in millionenfacher Auflage publiziert wurden. Die Verfilmung seiner Romane brachte seine Heldinnen und Helden der oberbayerischen Heimat auf die Kinoleinwände, lies dabei so manches Herz höher schlagen und wurden allesamt zu Kassenschlagern. Was jedoch den wenigsten bekannt sein dürfte ist, dass Ludwig Ganghofer, der erfolgreiche Autor und Schriftsteller von Heimatromanen, seine Kindheit nicht im Oberbayrischen, sondern in einem kleinen Ort namens Welden, welcher im schwäbischen Holzwinkel liegt, verbracht hat.

Durch seinen Vater August Ritter von Ganghofer - von Beruf königlicher Revierförster - und die idyllische Lage Weldens am Waldrand der Westlichen Wälder, entwickelte Ganghofer bereits früh eine Affinität zur Natur. In seinem autobiographischen Roman „Lebenslauf eines Optimisten“ verarbeitete Ganghofer auch Erinnerungen an seine Kindheit in Welden. Ganghofer gründete die Münchner Literarische Gesellschaft und entdeckte Künstler wie den Komiker Karl Valentin.

Führungen auf den Wanderwegen bei Welden zum 100. Todestag von Ludwig Ganghofer

Anlässlich seines 100. Todestages veranstaltet der Verein „Ganghofer Freunde“ dieses Jahr Führungen auf Wanderwegen. Auf Ludwig Ganghofers Lausbubenweg finden sonntags am 19. und am 26. Juli Familienführungen statt, die jeweils um 14 Uhr beginnen. Auf dem Ganghoferweg gibt es Führungen für Erwachsene am Sonntag, 19. Juli, um 14 Uhr und am Samstag, 25. Juli, um 15 Uhr. Treffpunkt ist der Alte Festplatz Welden.

Die Führungen sind kostenlos, aber um eine Anmeldung unter 08239-6990 wird gebeten. Auf den Führungen erzählen Vereinsmitglieder Geschichten, die Ganghofer in seiner Kindheit in Welden erlebte. Zum Abschluss findet am Samstag, 1. August, um 18 Uhr eine Bergmesse auf dem Theklaberg statt.

Mehr dazu finden Sie unter www.markt-welden.de.

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