Newsticker

Wegen Corona: CDU-Spitze verschiebt Parteitag zur Vorsitzendenwahl ins nächste Jahr
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Überbringerin von uralten Botschaften

Märchenerzählerin

16.01.2012

Überbringerin von uralten Botschaften

Sonja Fischer aus Allmannshofen ist hauptberufliche Märchenerzählerin. Sie kommt viel herum.
Bild: Foto: Katrin Fischer

Als Miss Fairytale machte sich Sonja Fischer aus Allmannshofen selbstständig. Für ihren Beruf ist sie dankbar

Allmanshofen Sonja Fischer hat ihren Traumberuf gefunden. Seit 13 Jahren widmet sie ihr Leben den Märchen. Bis vor Kurzem ist sie noch im Märchenzelt in Augsburg aufgetreten. Mittlerweile machte sich die Allmanshofenerin als Märchenerzählerin „Miss Fairytale“ selbstständig.

„Ich bin für meinen Werdegang sehr dankbar“, erzählt Sonja Fischer. Ihr Weg begann als Erzieherin im Kindergarten. Zu ihrem Studium zählten Bereiche, die bis heute nützlich sind, wie zum Beispiel Psychologie und Soziologie. Aber auch in darstellendem Spiel konnte sie von Traudl Vogler aus der Augsburger Puppenkiste lernen.

Ein eigener kleiner Betrieb

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bei der Arbeit als Erzieherin lerne man die Menschen gut kennen, „man betreut nicht nur die Kinder, sondern irgendwie auch deren Eltern und Großeltern“. Im Kindergarten habe sie auch gemerkt, wie wichtig Märchen für Kinder und Erwachsene seien. Sie begann zu experimentieren und war teilweise von den Reaktionen der Kinder überrascht: Oft seien gerade die gruseligsten Stellen die wichtigsten Wegbereiter.

Das Märchenzelt, wo sie im Anschluss an ihre Zeit im Kindergarten arbeitete, hat Sonja Fischer inzwischen verlassen, um sich selbstständig zu machen. Seither weiß sie: „Es ist alles möglich!“ Jetzt hat sie ihren eigenen kleinen Betrieb, führt Kundengespräche, macht Buchhaltung und alles, was sonst noch dazugehört. Dabei kommt die Märchenerzählerin viel herum, nicht nur zu Kindergeburtstagen, sondern auch zu Hochzeiten, Trauerreden und Firmenessen. Ihre Möglichkeiten sind dabei endlos. Auf einem Kindergeburtstag konnte sie passend zur Geschichte „Das Waldhaus“ mit den Kindern in den Wald gehen. Dort konnte sie gut zeigen, worum es in jedem Märchen gehe: um den Weg zum Licht. „Jedes Märchen besteht aus einem Zusammenspiel aus Licht und Schatten. Zerrissene Menschen finden durch Liebe, Vertrauen, Miteinander und letztendlich durch Feuerproben ans Licht“, beschreibt Sonja Fischer den Hauptgegenstand ihres Berufes.

Jede Geschichte, die sie erzählt, transportiere eine uralte Menschheitsbotschaft, die über Jahre und Regionen hinweg ihre Gültigkeit beansprucht, es gebe für jedes Thema des Lebens ein passendes Märchen, von der erotischen Liebesgeschichte bis zur Horror-Story. Und diese Botschaften darf die Allmanshofenerin den verschiedensten Menschen überbringen, dafür ist sie sehr dankbar.

Sie verpackt zum Beispiel auch Firmengeschichten wie die von MAN in ein Märchen und erzählt es dann bei der Firmenfeier. Auf gleiche Weise trat sie im CineMaxx für den FCA auf. Im Schloss Blumenthal war sie mit dem Harfinisten Kiko Pedrozo auf der Bühne. Auch ein Kinder-Hörspiel hat sie aufgenommen. Das alles macht ihr nicht nur Spaß, sondern dient auch ihrem großen Ziel: Den Menschen zu verstehen zu geben, dass Märchen die Urform unserer heutigen Unterhaltung sind. Eine Urform, die unsere Phantasie anregt, und ein Kino, das nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen spielt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren