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Gersthofen

20.09.2016

Überfälle auf Frauen: Polizei sucht verstärkt nach Zeugen

Die Polizei verstärkt den Fahndungsdruck. Noch immer gibt es keine neuen Hinweise zu den beiden Übergriffen auf eine 18- und eine 20-Jährige in Gersthofen.
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Die Polizei verstärkt den Fahndungsdruck. Noch immer gibt es keine neuen Hinweise zu den beiden Übergriffen auf eine 18- und eine 20-Jährige in Gersthofen.
Bild: Manuel Wenzel

Fahndungsplakate rund um den Bahnhof sollen helfen, den oder die Täter zu finden. War es möglicherweise derselbe Mann, der eine 18-Jährige und eine 20-Jährige angriff?

Die Polizei verstärkt den Fahndungsdruck, denn: Noch immer gibt es keine neuen Hinweise zu den beiden Übergriffen auf eine 18- und eine 20-Jährige, die sich vor anderthalb Wochen in Gersthofen ereignet haben (wir berichteten). Seit vergangenem Freitag sucht die Polizei daher auch mit Flugblättern und Plakaten rund um den Gersthofer Bahnhof nach Zeugen. Bislang erhielten die Beamten jedoch keine Rückmeldung auf ihre Suchaktion. Nun wenden sie sich über die Medien erneut mit einem Aufruf an die Bevölkerung, um Hinweise auf eineb oder beide Taten zu bekommen.

Was genau ist geschehen? 

Am Mittwoch, 7. September, drückte ein Unbekannter eine 18-Jährige von hinten zu Boden und griff ihr in den Ausschnitt. Die Tat ereignete sich um 6 Uhr morgens auf einem Fußweg, der zum Gersthofer Bahnhof führt. Erst als sich ein unbekannter Passant näherte, ließ der Täter von der jungen Frau ab. Insbesondere diesen Passanten, der zum Retter wurde und das Opfer unmittelbar nach der Tat ansprach und fragte, ob alles in Ordnung sei, sucht die Polizei. Den Täter beschrieb die junge Frau als etwa 1,80 Meter groß und stark sonnengebräunt. Er soll ihr zufolge einheimischen Dialekt gesprochen haben.

Der zweite Vorfall geschah zwei Tage später, am Freitag, 9. September. Gegen 5.50 Uhr packte ein Unbekannter eine 20-jährige Radfahrerin auf Höhe der Rot-Kreuz-Wache von hinten und zog sie vom Fahrrad. Anschließend fuhr er mit ihrem Rad in Richtung Schubertstraße davon. Die junge Frau beschrieb den Angreifer als etwa 1,70 Meter groß und sportlich. Er soll Deutsch mit einem südländischen Akzent gesprochen haben.

Warum nur eine Täterbeschreibung für beide Taten?

Trotz unterschiedlicher Angaben zu den Übergriffen ist auf den Fahndungsplakaten rund um den Bahnhof nur eine Täterbeschreibung zu lesen. Die Polizei schreibt: „In beiden Fällen wurde der Täter als circa 30 bis 40 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 Meter groß, schlank und sportlich beschrieben. Der Mann sprach Deutsch mit eventuell südländischem Akzent und roch auffällig stark nach Rauch.“

Polizeisprecherin Manuela Ambrosch vom Präsidium Schwaben Nord erklärt: „Die Täterbeschreibung ist in beiden Fällen ähnlich. Ob es sich definitiv um denselben Täter handelt, wissen wir aber noch nicht.“

Wie genau können Opfer den Täter beschreiben?

Wie genau die Beschreibung eines Täters ist, kann ganz unterschiedlich sein, sagt Ambrosch: „Es kommt immer auf die Wahrnehmung des Opfers an, die je nach Tat sehr unterschiedlich sein kann: Wurde es von vorne oder von hinten angegriffen? Wie schnell ging es? Wie lange liegt die Tat zurück?“. Möglich sei es laut Ambrosch durchaus, dass beide Übergriffe vom selben Täter ausgingen: Sie liegen sowohl zeitlich als auch örtlich nah beieinander. Zudem sind beide Opfer junge Frauen, die ähnliche Angaben zu den Taten gemacht haben.

Hinweise zu den Übergriffen erbittet die Kriminalpolizei Augsburg unter der Telefonnummer 0821/323-3810.

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