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Jubiläum

13.06.2017

Um St. Vitus wurde vor 50 Jahren gerungen

Renate Zeller (links) und Margit Schmid erinnerten sich anhand der ausgestellten Bilderwand an manch schönes Erlebnis.
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Renate Zeller (links) und Margit Schmid erinnerten sich anhand der ausgestellten Bilderwand an manch schönes Erlebnis.

Moderne Ottmarshauser Kirche feiert Geburtstag. Wie das Pontifikalamt und Pfarrfest gefeiert wurde

Unter dem Motto „Der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein“ standen die Festlichkeiten zum 50. Kirchweihjubiläum der St. Vitus-Kirche in Ottmarshausen. Das Pontifikalamt zelebrierte Weihbischof Florian Wörner. Alle Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Neusäß-West nahmen daran teil.

Wörner, der mit der Kirche durch Firmungen und pastorale Besuche eng verbunden ist, gratulierte zum Jubiläum. „Das Gebäude, das Haus ist wichtig, wichtiger aber sind die Menschen, die hier ihren Glauben leben“, erklärte der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft, Wolfgang Kretschmer. Dritte Bürgermeisterin Monika Uhl brachte als Jubiläumsgeschenk einen Scheck mit, denn die Kirche möchte unter dem Glockenturm eine Hecke pflanzen.

Bei Sommerwetter fand dann das Pfarrfest mit vielen Aktionen für Jung und Alt im Atrium der Kirche statt. Man traf sich bei guten Gesprächen zum gemeinsamen Mittagessen oder zu Kaffee und Kuchen. Im Kirchenraum zeigte der bekannten Ottmarshauser Maler Wilhelm Eger ein großes Ölbild sowie verschiedene Aquarelle zur Vituskirche. Eine Fotowand mit Bildern zur Geschichte der Vituskirche zog die Festbesucher ebenfalls an. „Wir suchen unsere Kinder auf den Bildern“, ließen Renate Zeller und Margit Schmid Erinnerungen an so manches kirchliche Fest aufkommen. Der Kirchenführung durch Professor Dr. Walter Pötzl und Professor Dr. Oberröder schlossen sich viele Besucher an.

Johann Baptist Burkhart wurde im Mai 1956 als Pfarrer von Ottmarshausen ernannt mit dem Auftrag, eine neue Kirche und Pfarrhof zu bauen. Die alte Kirche war baufällig und zu klein geworden. Im September 1961 fand eine erste Ortsbesichtigung statt. Vertreter der Gemeinde hielten am Standort der alten Kirche fest, während die Vertreter der Kirche dies ablehnten mit der Begründung, dass hier kein moderner Kirchenbau unterzubringen sei. Sie entschieden sich für ein Gelände, das jedoch die Gemeinde für notwendige Friedhofserweiterungen beanspruchte. Nach vier Jahren zäher Verhandlungen konnte Bauland für die Erweiterung des Friedhofs als auch für den Standort der neuen Kirche erworben werden. Man hatte dafür einen Platz auf dem Hügel gewählt, an dessen Seite seit dem frühen Mittelalter die alte Ortskirche stand. Damit steht die St. Vitus Kirche auf einer der schönsten und höchsten Erhebungen des Ortes.

Der erste Spatenstich erfolgte am 21. Mai 1965. Noch im gleichen Jahr entschloss man sich wegen der einsamen Lage zum Bau eines Pfarrhofs nördlich der neuen Kirche. Inzwischen ist die Kirche infolge der regen Bautätigkeit in den Mittelpunkt des Ortes gerückt. Ein Jahr später wurde Richtfest gefeiert, nach weiteren drei Monaten wurden die vier neuen Glocken geliefert und nach feierlicher Weihe in den offenen Glockenturm gehängt. Die Christmette 1966 war der erste Gottesdienst, der in der neuen Kirche abgehalten wurde. Die Kirchweihe nahm am 17. Juni 1967 der Augsburger Bischof Dr. Josef Stimpfle vor. Mehrere Ausstattungsstücke wie eine barocke Kreuzigungsgruppe aus dem 17. Jahrhundert, eine spätgotische Muttergottes, zwei Engelsköpfe in der Werktagskapelle sowie ein Abendmahlsbild waren aus der alten Ortskirche, die wegen Baufälligkeit 1970 gesprengt worden war, in die neue Kirche gebracht worden. Im März 1978 wurde die 21-Register-Orgel eingeweiht. 1983 wurde St. Vitus umfangreich saniert. Pfingsten 2001 weihte Weihbischof Dr. Anton Losinger den Altar in der Kapelle. Per Dekret des Generalvikars Josef Heigl wurde die Pfarrei St. Vitus zum 1. Juli 2004 der neu errichteten Pfarreiengemeinschaft Neusäß-West zugeordnet.

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