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Adelsried

10.10.2019

Umfahrung Adelsried: Was auf der größten Baustelle im Landkreis passiert

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Die Strecke zwischen Welden und Ehgatten kann seit Beginn des neuen Schuljahrs wieder befahren werden. Etwa drei Wochen lang war das Teilstück der Umfahrung gesperrt. Nun wird in Richtung Streitheim gearbeitet. Ob die Baustelle im Zeitplan bleibt, hängt vor allem vom Wetter ab.
Bild: Marcus Merk

Plus Das Mega-Projekt zur Umfahrung Adelsried schreitet weiter voran. Auch im Winter soll durchgearbeitet werden. Doch die Kosten sind höher als geplant. Wann und wo wieder Sperrungen zu rechnen ist.

Die Mega-Baustelle zur Umfahrung ist nicht nur das größte, sondern wohl auch das teuerste Straßenbauprojekt im Landkreis. 23 Millionen Euro soll es kosten, sagt Stefan Heiß vom Staatlichen Bauamt. Das ist deutlich mehr als ursprünglich geplant. Zuletzt gab es dafür heftige Kritik. Doch bei Bauprojekten dieser Größenordnung sei mit Kostensteigerungen zu rechnen, erklärt das staatliche Bauamt. 6,5 Kilometer lang wird die neue Umfahrung. Ende 2020 soll die gesamte Umgehung fertig sein und den Holzwinkel besser anbinden. Bis dahin muss noch eine Menge geschehen. Auch im Winter soll es auf der Baustelle keine Pause geben – vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

  • Staatsstraße Ehgatten-Welden Zuletzt wurde hier ein etwa 600 Meter langes Teilstück an die neue Umfahrung angeschlossen. Deshalb war die Strecke rund drei Wochen lang gesperrt. Pünktlich zum Schulbeginn habe man die Straße wieder nutzen können, sagt Heiß. „Wir hatten ganz schön Druck, aber haben es rechtzeitig geschafft.“ Man habe sich dafür extra bis zu den Sommerferien Zeit gelassen, um den Verkehr nicht zu sehr zu belasten. Während der anfänglichen Arbeiten war die Strecke zwischen Ehgatten und Welden für vier Monate komplett gesperrt worden. Die Kreisstraße A 33 bleibt zwischen Ehgatten und Streitheim voraussichtlich bis Ende des Jahres gesperrt.

Im Dezember soll die Strecke nach Streitheim asphaltiert sein

  • Verbindungsstrecke Ehgatten-Streitheim „Die LKW´s fahren hier nicht mehr durch den Dreck“, erklärt Heiß vom staatlichen Bauamt. Denn Teile der Strecke sind bereits asphaltiert. Teils ist man noch mit der Stabilisierung des Bodens beschäftigt. Läuft alles nach Plan, werde im Dezember die gesamte Strecke asphaltiert sein. Dann soll die Sperre aufgehoben werden. Ob das aber tatsächlich klappt, hängt auch vom Wetter ab. „Wir sind optimistisch“, sagt Heiß. Doch sinken die Temperaturen dauerhaft in den einstelligen Bereich kühle der Asphalt zu schnell aus. Sollte es zu kalt werden, könnten die Arbeiten also länger dauern.
  • Streitheim-Adelsried Die Gemeindestraße zwischen Streitheim und Adelsried ist der dritte und letzte Bauabschnitt des Mega-Projekts. Damit soll im Februar begonnen werden. Dann werde die Gemeindestraße gesperrt, sagt Heiß. Begonnen werde mit den Bauwerken. Geplant sind zwei Brücken über die Umfahrung, eine davon für den landwirtschaftlichen Verkehr. An der Abfahrtsrampe Adelsried wird die neue Umfahrungsstraße mit einem Kreisverkehr an die bestehende Staatsstraße 2032 angeschlossen. Hier wurde bereits eine Brücke über den Waldenbahnradweg gebaut. Sind die Arbeiten an den Bauwerken abgeschlossen, beginnen die Erdarbeiten. Sind diese abgeschlossen, wird asphaltiert. Heiß geht davon aus, dass die Asphaltierung bis Herbst kommenden Jahres dauern wird. Solange ist die Straße gesperrt. Im Dezember soll dann die gesamte Umfahrung fertig sein.
    Der Waldenbahnradweg kreuzt die große Umfahrung von Adelsried. Deshalb entsteht dort eine Unterführung.
    Bild: Foto: Marcus Merk

2021 ist wieder mit einer Sperrung zu rechnen

Auch wenn diese Ende kommenden Jahres befahren werden kann, werde es entlang der Strecke noch weitere Arbeiten geben, erklärt Heiß. Entlang der Straße mussten etwa große Flächen gerodet werden. Dort werde man nachpflanzen. 2021 müsse man voraussichtlich außerdem die Strecke zwischen Ehegatten und Adelsried noch einmal herrichten. Das habe damit zu tun, dass die Straße von einer Staats- zur Gemeindestraße wird. „Wir wollen, die Strecke in gutem Zustand übergeben“, sagt Heiß. 2021 sei deshalb noch mal mit einer Sperre auf diesem Teilstück zu rechnen.

  • Kosten und Zeitplan „Wir liegen gut in der Zeit“, sagt Heiß. Momentan sehe alles danach aus, dass die Strecke im kommenden Jahr fertig werde – vorausgesetzt der Winter wird nicht zu kalt und nass. Anders sieht es hingegen bei den finanziellen Zielen aus. Aktuell gehe man davon, dass die Kosten bei rund 23 Millionen Euro liegen, sagt Heiß. Diese Schätzung stieß in der Vergangenheit bereits auf große Kritik. Die Bürgerinitiative, die sich Jahre lang und am Ende erfolglos gegen die Trasse gewehrt hat, sieht sich durch die Preissteigerung in ihrer Kritik bestätigt. Über das Projekt wird seit rund 17 Jahren diskutiert und gestritten.
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