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Marktrat

27.02.2018

Umschichten fürs Gewerbegebiet

Wie die Planungen für die Erweiterung in Wollbach vorangehen

Die jüngste Sitzung des Marktgemeinderats wurde zwar von der Personalie Walter Aumann dominiert (wie berichtet war der Fraktionssprecher von SPD/Aktives Bürgerforum aus der Gruppe ausgetreten), zugleich wurden im Gremium aber auch zum Teil millionenschwere Themen beraten:

„Drecksarbeit“ kann so interessant sein: Experte Christian Standl und Marktbaumeister Thorsten Völk erläuterten auf sehr anschauliche wie informative Weise die notwendigen Erdarbeiten auf dem Areal nördlich der Autobahn. Wie berichtet, müssen für die Erweiterung des Gewerbegebiets Wollbach riesige Mengen vor allem an belastetem Torf „ausgebuddelt“ werden und an anderer Stelle wieder von der Oberfläche verschwinden. Dazu sollen mehrere Hunderttausend Euro teure Bauwerke nördlich wie südlich der A8 möglichst unauffällig entstehen. Im Nordwesten soll das ein Sicht- und Lärmschutzwall sein, im Süden drei dafür ausgesuchte Flächen. Bei letzteren müssen zudem noch historische Zeugnisse wie eine Römerstraße berücksichtigt werden.

Standl trug alle Bedenken von Wasserwirtschaftsamt und Naturschutz- und Denkmalbehörden vor, um deren Interessen sich der Fachmann bemühte, ohne dabei zu sehr vom angestrebten Kurs abweichen zu müssen. Thorsten Völk wiederum berichtete, dass man wegen des dringlichen Baubedarfs von Chefs Culinar noch vor Weihnachten mächtig Gas gegeben habe. „Das war sehr wichtig“, betonte Bürgermeister Bernhard Uhl mit Blick auf die 70-Millionen-Euro-Erweiterungen des Weltkonzerns.

Bürgers Wille stand im Vordergrund der Aufzählungen von Geschäftsleiter Walter Stöckle, der die Anregungen und Anträge bei den Bürgerversammlungen der neun Ortsteile im vergangenen Jahr nochmals Revue passieren ließ. Als großes Aufregerthema erwies sich das Tempo der Fahrzeuge im gesamten Gemeindegebiet. Zwar werden bei den von Stöckle zugesagten Verkehrsmessungen aus Erfahrungen in anderen Orten auch immer wieder Anlieger „erwischt“, dennoch sollen die Messgeräte verstärkt zum Einsatz kommen. Mit welcher Aufmerksamkeit die Zusser durch den Alltag marschieren, zeigte die lange Wunschliste. Dort fielen etwa Straßenausbesserungen, zusätzliche Beleuchtungen, mehr Hundetoiletten sowie ein Friedwald auf, ein Gelände außerhalb des Friedhofs, auf dem Urnen bestattet werden können. (güs)

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