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Faschingsende

06.03.2019

Ungemütlich, aber trotzdem schön

Beim Umzug in Gablingen probten die Insekten den Aufstand. Sie sammelten sogar Blühsamen-Spenden ein.
Bild: Andreas Lode

Beim friedlichen Umzug in Gablingen proben die Insekten den Aufstand

Die eisernen Faschingsfreunde ließen sich gestern von Sturmtief Bennet nicht abschrecken: Tausende besuchten die großen Umzüge in Deubach und Gablingen, auch wenn es am späten Dienstagnachmittag ungemütlich nass wurde. Zur Sicherheit waren am Vormittag, als der Deutsche Wetterdienst noch vor gefährlichen Böen gewarnt hatte, alle Mottowagen in Deubach kontrolliert worden.

Die Polizei nahm zusammen mit den Helfern des veranstaltenden Carnevals Club Deubach vor allem höhere Aufbauten, die eine Angriffsfläche für das Sturmtief boten, unter die Lupe. Insgesamt hatte der Sturm wie erhofft ab Mittag nachgelassen. Am Abend und in der Nacht zuvor zeigte „Bennet“, was er für den Fasching übrighat: offenbar wenig. In vielen Gemeinde wurden vorsichtshalber Veranstaltungen abgesagt. In Teilen des Augsburger Lands sorgte der Sturm auch für Schäden: Die Feuerwehren mussten immer wieder umgestürzte Bäume von den Straßen räumen. In Biburg drohte eine ganz andere Gefahr: Nach 18 Uhr drehte sich am Montag ein Baukran auf einer Baustelle an der Augsburger Straße im Wind und stieß an Bäume. Bei stärkeren Böen hätte er möglicherweise umfallen können. Er musste deshalb von der Feuerwehr gesichert werden. Größere Schäden richtete „Bennet“ nicht an. Auch nicht beim Umzug in Deubach. In diesem Jahr zogen die Gruppen und Wagen dort erstmals von Gessertshausen kommend in Richtung Rommelsried – eine Sicherheitsauflage.

Insgesamt 59 Fußgruppen, Kapellen und Wagen feierten den letzten Nachmittag der Faschingssaison, die für die CCD Deubachia eine besondere Bedeutung hatte: Den Faschingsverein gibt es seit 44 Jahren. Eine Schnapszahl, die gewürdigt werden wollte. Apropos Würdigung: Die großen Themen der vergangenen Monate nahmen viele Wagen und vor allem die kleineren Gruppen auf und setzten sie sehenswert originell um. Auf die Diskussion um das Bahn-Projekt Augsburg–Ulm – Neubau oder Ausbau? – machte sich die Feuerwehr Maingründel ihren eigenen Reim: „Die DB hat eh Verspätung.“ Die Insekten probten derweil nach dem Bienen-Begehren den Aufstand und sammelten beim Umzug in Gablingen Blühsamen-Spenden ein. Am etwas kleineren Faschingstreiben mit etwa 30 Wagen und Gruppen und schätzungsweise 6000 Zuschauern gab es laut Polizei keine Zwischenfälle. Dafür wurde Spektakuläres geboten: In Gablingen flogen nicht nur Süßigkeiten und Konfetti durch die Luft, sondern auch tollkühne Zugteilnehmer. Mit Helm, Skibrille und einem blauen Müllsack-Umhang ließen sich die Mitglieder des AMC Gablingen auf ihrem Wagen durch die Luft katapultieren.

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Mehr zum Fasching finden Sie heute auf den Sonderseiten 3 und 5. Text und Bilder vom kleinen Ehlfinger Umzug gibt es auf der Seite6.

Mehr Bilder von den Faschingsveranstaltungen in der Region finden Sie außerdem im Internet unter augsburger-allgemeine.de/ augsburg-land

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