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Kreis Augsburg

27.06.2013

Unwetter-Folgen: Ölfilm auf der Schmutter

Immer noch einsturzgefährdet ist das Wohnhaus einer Familie in Steppach. Es wurde durch ein Metalldach beschädigt.
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Immer noch einsturzgefährdet ist das Wohnhaus einer Familie in Steppach. Es wurde durch ein Metalldach beschädigt.

Noch immer leidet der Landkreis an den Folgen des Unwetters, das sich am Donnerstag über der Region entladen hat. Nun hat sich auf der Schmutter ein Ölfilm gebildet.

Die Feuerwehr geht von einer Spätfolge des Sturms aus, rätselt aber über die genaue Ursache. Christian Kannler, der zweite Kommandant der Neusässer Feuerwehr, sagt: „Das Öl muss im Bereich Ottmarshausen ausgelaufen und über die Kanalisation in die Schmutter gelangt sein.“

Um wie viel Öl es sich handelt, ist bislang unklar. „Aber schon eine geringe Menge davon kann ausreichen, um Tausende Liter Wasser zu verunreinigen“, betont Kannler. Um das Wasser von dem Öl zu säubern, haben die Feuerwehrleute in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Wassersperren aufgebaut, die das an der Oberfläche treibende Öl auffangen sollen. Daraus schöpfen die Feuerwehrkräfte nun regelmäßig ab.

Straßendecke nach heftigen Regen aufgeplatzt

Doch nicht nur an der Schmutter werden die Anwohner jeden Tag an das Gewitter erinnert: In der Reichenberger Straße in Neusäß platzte die Straßendecke nach den heftigen Regenfällen auf. Für die Menschen, die in der Straße am Eichenwald wohnen, ist es bereits das siebte Mal, dass das Wasser ihre Straßendecke zum Platzen bringt. Problem: Hier laufen drei Abwasserkanäle zusammen und sammeln sich in einem unterirdischen Becken am Hang. Nach den jüngsten schweren Beschädigungen im Herbst 2011 besserte die Stadt bei den Hochwasserschutzmaßnahmen nach, baute einen Teil der Straße neu. Nach den enormen Regenfällen der vergangenen Woche war es aber wieder soweit: Der Wasserdruck brachte die Straßendecke zum Platzen.

Gebäude gilt als einsturzgefährdet

Den heftigsten Schaden gibt es aber nach wie vor in Steppach. Dort löste sich ein 40 auf 20 Meter großes Blechdach vom Gebäude und knallte gegen ein Haus in der Pflugstraße. Ein Großteil der Bausubstanz wurde dabei zerstört, noch in der Unfallnacht deckten die Feuerwehrleute mit Planen das Dach ab. Das Gebäude wurde vom Technischen Hilfswerk gestützt und gilt immer noch als einsturzgefährdet. Die Bewohner sind bei ihren Nachbarn untergebracht.

Neun Häuser immer noch ohne Stromversorgung

Das Haus ist eines von neun Gebäuden, die im Landkreis immer noch ohne Strom sind: Im Diedorfer Ortsteil Biburg sind derzeit sechs Wochenendhäuser in der Buchenbergstraße nicht ans Netz angeschlossen – eine Vorsichtsmaßnahme, wie LEW-Sprecher Ingo Butters erklärt: „Die Bewohner fällen dort noch Bäume. Diese neigen sich ohnehin in Richtung der defekten Stromleitungen.“ Erst nachdem die Bäume gefällt, sind, soll heute im Laufe des Tages die Stromleitung wieder instand gesetzt werden.

Ebenfalls in Diedorf sind seit Donnerstag zwei weitere Häuser im Aspernweg von der Versorgung abgetrennt. „Da warten wir noch darauf, dass wir am Freitag ein spezielles Forstgerät bekommen, um die Bäume dort aus dem Weg zu schaffen“, sagt Butters. Wann hier wieder der Strom aus der Steckdose fließt, ist noch unklar.

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