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Ustersbach

22.06.2017

Ustersbacher Jugendliche dürfen wählen

Initiiert von den Jugendbeauftragten Angelika Ortner (links) und Andrea Braun bietet die Gemeinde Ustersbach erstmals eine U18-Wahl an.
Bild: Siegfried Rupprecht

Kommune unterstützt Projekt zur politischen Bildung. Das ist eine gute Gelegenheit zu fragen, was im Umfeld verändert werden kann.

In Ustersbach ist die Jugend am Zug: Im Gemeinderat wurde jetzt über die Pläne für die U18-Wahl informiert. Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen und Kinder.

„Die Wahlen finden neun Tag vor der Bundestagswahl, also am 15. September, statt“, berichteten Andrea Braun und Angelika Ortner. Die beiden Gemeinderätinnen sind Jugendbeauftragte. Sie initiieren diese Wahl, die erstmals vor Ort stattfindet. Gewählt werde mit eigens angefertigten Stimmzetteln in der Grundschule.

Jugendliche an Politik heranführen

Die U18-Wahl ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Organisationen, unter anderem vom Deutschen Kinderhilfswerk und Deutschen Bundesjugendring. „Sie ist ein Projekt zur politischen Bildung“, so Ortner weiter. „Kinder und Jugendliche sollen Fragen und Hinterfragen lernen.“ Auf spielerische Weise könne man hier demokratische Verfahren kennenlernen und erproben. Dies sei umso wichtiger, da das grundsätzliche Interesse an Politik rückläufig ist.

Noch sei man dabei, das Wahllokal in Ustersbach zu einem Wahlkreis zusammenzufügen, ergänzte Andrea Braun. Dazu seien mindestens drei Wahllokale notwendig. Kontakte beispielsweise zu Dinkelscherben und Gessertshausen würden deshalb geschmiedet. Bei der U18-Wahl im Jahr 2013 hatten sich bundesweit mehr als 1500 Wahllokale angemeldet. Fast 200000 gültige Stimmen wurden abgegeben. Dabei machten die CDU/CSU mit 27,1, die SPD mit 20,4 und die Grünen mit 17 Prozent das Rennen.

Infoveranstaltung am 7. Juli

Eine Informationsveranstaltung zur U18-Wahl für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter 18 Jahren aus Ustersbach und den umliegenden Gemeinden ist geplant. Sie geht am Freitag, 7. Juli, um 18 Uhr in der Ustersabacher Grundschule über die Bühne. Bürgermeister Maximilian Stumböck nannte die U18-Wahl eine „ganz spannende Sache“. Sie sei ein Mosaikstein zur gelebten Demokratie.

  • Finanzen Der Jahresabschluss für die Kommune wurde von einem Steuerberater durchgeführt. Demnach betrug die Bilanzsumme zum Jahresende des vergangenen Jahres knapp 285000 Euro Dabei wurde ein Jahresgewinn von 16521 Euro ausgewiesen. Dieses Plus werde, so Bürgermeister Maximilian Stumböck, mit den Verlustvorträgen aus den Vorjahren in Höhe von 18393 Euro verrechnet.
  • Wasser Das Gremium kam dem ebenso einstimmig nach wie der Zielvorgabe zur Ustersbacher Wasserversorgung. Diese wird weiterhin ohne Absicht auf Gewinnerzielung betrieben.
  • Marienheim Als Formalie entpuppte sich der Bauantrag des Marienheims Baschenegg. Dort werden unter anderen geringfügige Umbauten im Haus vorgenommen. Zudem soll die Umnutzung einer Waschküche in einen Wohnraum erfolgen. Die Vorhaben seien aus baurechtlicher Seite unbedenklich, wertete das Gemeindeoberhaupt.
  • Forum Weiter informierte Stumböck das Gremium über die Funktionalität der Küchengeräte im „Forum“. Hintergrund dazu war eine Anfrage des Gemeinderats im März über die Betriebsbereitschaft der Apparate. „Der Bauhof hat die Geräte überprüft und deren ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit bestätigt“, resümierte der Bürgermeister. Auf Wunsch einiger Gemeinderäte soll nachgehakt werden, ob dort auch die automatischen Türschließanlagen korrekt funktionieren.
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