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Nahverkehr

29.10.2016

Verbesserungen für die Radler am Bahnhof

Der bestehende Fahrradständer am Bahnhof ist oft voll belegt.
Bild: Marcus Merk

Weitere Ständer werden aufgestellt. Eine Schiebehilfe ist schon installiert

Wer mit dem Fahrrad zum Meitinger Bahnhof fährt, steht oft vor einem Problem. Die Plätze in den Ständern sind belegt. Diejenigen, die ihr Fahrrad mit einem Draht- oder Kettenschloss sichern wollen, haben das Nachsehen.

Doch das soll sich bald ändern. In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses entschied das Gremium, dass sowohl am Bahnhof in Meitingen als auch in Herbertshofen zusätzliche Fahrradständer aufgestellt werden. Auslöser für die Diskussion rund um die Verbesserungen für die Radler war ein Antrag der Freien Wähler, die sich einen überdachten Fahrradabstellplatz am Herbertshofener Bahnhof wünschten. Laut Bürgermeister Michael Higl sei eine große Lösung mit Überdachung aber nicht unter 10000 Euro zu bekommen. Außerdem sei ein sehr aufwendiges und langwieriges Plan- und Genehmigungsverfahren unter anderem mit der Bahn nötig. Nach einer längeren Diskussion einigte man sich schließlich darauf, zusätzliche Fahrradständer am zweiten Ausgang aufzustellen. In Meitingen sollen die zusätzlichen Abstellmöglichkeiten für Räder auf der Fläche der ehemaligen Bahnhofswirtschaft errichtet werden. Für diese Fahrradständer hatte sich im Vorfeld die Frauen Union und die Jungen Union stark gemacht.

Mit Verbesserungen und Erleichterungen für Radler am Meitinger Bahnhof hatte sich der Marktgemeinderat schon mehrfach auseinandergesetzt. Im August hatten die Freien Wähler den Antrag gestellt, eine Art Schiene an den Treppen einzubauen, die in die Unterführung zwischen den Gleisen führen. Darauf sollten die Radler ihren Drahtesel bequem schieben können. Doch die ursprünglich geplanten Schienen seien in dieser Form nicht mit der Bahn zu realisieren gewesen, erklärte Higl. Aus diesem Grund sei in den vergangenen Wochen zwischen Treppe und Wand ein gerades Holzstück eingefügt worden. Auf dieser schmalen Rampe können nun die Zweiräder geschoben werden. Angesichts der Tatsache, dass eine andere Lösung nicht umsetzbar war, zeigte sich auch FW-Fraktionssprecher Fabian Mehring in einer Sitzung des Marktgemeinderats zufrieden mit dem Kompromiss. Diese Schiebehilfe ist nur eine Zwischenlösung. Die große Perspektive heißt barrierefreier Bahnhof. Allerdings wird es vermutlich bis 2020 dauern, bis dieses Projekt in die Tat umgesetzt werden kann. Übrigens: Neue Fahrradständer wird es auch am Rathausplatz geben. Dies hatten sich Mädchen und Buben aus Meitingen im Rahmen des Jugendforums gewünscht.

Die Bürger in Langenreichen sind eifrige Nutzer des Rufbusses. Nun gibt es die Forderung, dass in dem Ortsteil ein zusätzliches Bushäuschen in der Nähe der Kirche gebaut werden soll. Die Verwaltung hat sich aus diesem Grund die Arbeit gemacht und einmal aufgelistet, wie viele überdachte Bushaltestellen es im gesamten Bereich der Marktgemeinde gibt. Das Ergebnis: Von den 54 Haltestellen sind sieben überdacht. Nach Angaben des Bürgermeisters gibt es für den Bau von Buswartehäuschen nur dann Zuschüsse, wenn diese norm- und behindertengerecht ausgebaut werden. Dafür fallen aber Kosten von 40000 Euro an. Die Schmalspurlösung bestehend aus einem Fundament und ein Häuschen schlage mit 10000 Euro zu Buche. Nach einer langen Diskussion waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass man eine „schnelle Lösung“ für Langenreichen favorisiere. Das heißt, im Bereich der Kirche wird ein Häuschen gebaut. Die Planungen werden mit den Verantwortlichen für die Dorferneuerung abgesprochen.

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