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Kutzenhausen

27.03.2015

Verein will Haus- und Hofnamen erforschen

Anton Mayr, Stefan Leitenmaier, Johannes Spatz, und Kaspar Mayr bauen mit Theodor Mayr (von links) das Dachgeschoss im Vereinsheim aus.
Bild: Rosmarie Zott

Agawanger planen auch Beschilderung der Anwesen

Agawang Der Heimatgeschichtliche Verein treibt derzeit den Ausbau des Dachgeschosses am Vereinsheim in Agawang voran. Im 13. Jahr seines Bestehens ist der Verein „lebendiger Bestandteil bei der Gemeinschaftpflege des Dorfes geworden“, stellte der Vorsitzende Gerhard Fritsch bei der Mitgliederversammlung fest.

Fritsch erinnerte im Rückblick an die Aktivitäten im vergangenen Jahr, die Sebastian Kriener und Rosmarie Zott mit Bildern belegten. Das war etwa der Besuch beim Staudenwasserverband in Reichertshofen, ein Halbtagesausflug zum Kloster Roggenburg, ein Hoigarta im November mit der Lesung von Edeltraud Schmid über die Familiengeschichte zur „Vertreibung und neuen Heimat“ in Agawang. Zur Versammlung übergab Edeltraud Schmid eine für den Verein aufbereitete Form dieser persönlich erlebten deutschen Nachkriegsgeschichte.

Jetzt gelte es, weitere Anregungen der 107 Mitglieder umzusetzen, so Gerhard Fritsch. Mit den rund 200 Höfechroniken zur Besitzer- und Familiengeschichte der Anwesen hat er sein für die ersten zehn Jahre gestecktes Ziel, die Ortsgeschichte zu dokumentieren und für die Bewohner zugänglich zu machen, erreicht. Nun sollen die Haus- und Hofnamen als ein wichtiges dörfliches Kulturgut und Merkmal zur Unterscheidung, Auffindung und Abgabenordnung der Anwesen als Vorläufer einer modernen Verwaltung dokumentiert werden. Fritsch erinnerte, wie er als Kind stolz den Herrn „Schuhheis“ ansprach und ihm erst später klar wurde, dass dieser Donderer hieß. Er stellte die Überlegungen des Vorstands zur Dokumentation der Hausnamen aus vorhandenen Quellen und Erinnerungen vor. Die „Sichtbarmachung“ mit einheitlicher Beschilderung an den Anwesen werde in einer Informationsveranstaltung für die Eigentümer abgeklärt.

Der technische Wandel in der Entwicklung der Wasserversorgung des Dorfes soll bei einem Spaziergang zu den Orten der früheren gemeinsamen Brunnen am Sonntag, 17. Mai, erkundet werden. Ein weiteres angeregtes Ziel des Vereins ist es, Flurnamen und örtliche Dialektbegriffe zu sammeln. Am Montag, 3. Oktober, soll Schrobenhausen besucht werden.

Die Kassenlage und die Bemühung um einen Zuschuss der Gemeinde, für den sich Zweiter Bürgermeister Rupert Kugelbrey einsetzen will, erlauben es, vom inzwischen vergriffenen Buch „Agawang – Bilder eines Dorfes“ 100 Exemplare nachzudrucken. Es wurde im Jahr 2002 zur 800-Jahrfeier der ältesten urkundlichen Erwähnung vom vorbereitenden Arbeitskreis herausgegeben. Aus ihm hatte sich der Heimatgeschichtliche Verein entwickelt. (awi)

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