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Deuringen

19.07.2010

Vereinsgeschichte mit Hesters

Beim Festabend zum 110. Jubiläum des TSV Deuringen präsentierten die Turnerinnen ihr Können am Schwebebalken.
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Beim Festabend zum 110. Jubiläum des TSV Deuringen präsentierten die Turnerinnen ihr Können am Schwebebalken.

Seinen 110. Geburtstag feierte der TSV Deuringen am Wochenende. Von Diana Deniz

Deuringen. „Stellen Sie sich einmal vor Johannes „Jopie“ Heesters wäre am 5.12.1903 nicht in Amersfoort/ Niederlanden geboren, sondern in Deuringen“, so begann der TSV Vorsitzende Georg Enzler seine humorvolle Rede zum Jubiläums-Festakt anlässlich des 110. Geburtstages des TSV Deuringen. Enzler führte den Gedanken weiter: „Zu dieser Zeit war der TSV Deuringen gerade mal drei Jahre alt. In Deuringen war und ist es geübte Praxis, dass die Kinder entweder sofort nach der Geburt, spätestens aber wenn sie laufen können, in den TSV eintreten.

Jopie wäre spätestens 1905 in den Verein eingetreten und hätte mit dem Kinderturnen begonnen.“ Während seiner originellen Ansprache erfuhren die gut einhundert Gäste anhand „Jopie“ die TSV-Geschichte, die am 12. Juli 1900 begann. Bürgermeister Dr. Ludwig Fink ließ bei seinem Festvortrag sinnbildlich bei einem Gläschen Wein ebenfalls die Chronik Revue passieren und stellte fest: „Deuringen wäre zweifellos ärmer ohne den TSV. Wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn glatt erfinden.“

Mit Bedauern wies er auf die Abspaltung der Fußballer vom TSV vor 60 Jahren hin. Als langjähriger Bürgermeister, der in beiden Vereinen zu Hause ist, wünsche er sich ganz stark, dass so manche Fronten eingerissen würden. Dafür ist der TSV mit Theater und Kultur eng verbunden und es wurden in der Turnhalle schon Operetten wie „Lolotte“ und „Der Zarewitsch“ aufgeführt.

Vereinsgeschichte mit Hesters

Dass Kultur beim TSV großgeschrieben wird, zeigte auch die anspruchsvolle musikalische Umrahmung durch das Klarinettenensemble ehemaliger Studenten der Augsburger Hochschule für Musik. Mit „Lady Be Good!“ deuteten sie auf die schöne feminine Seite des Sportvereins hin, dessen Mitglieder inzwischen zu 60 Prozent weiblich sind. Und zwischen die drei männlichen Ehrenmitglieder reihen sich ab sofort drei Damen mit ein, denn am Festabend wurden Elisabeth Albrecht, Hanni Häckel und Marianne Kraus mit diesem Titel ausgezeichnet.

Albrecht leitete 1973 das Kinderturnen und war langjährige übungsleiterin für Allgemein- und Seniorensport, übte Theaterstücke zur Weihnachtsfeier ein und ist bis heute für den Kinderfaschingsball zuständig. Häckel ist seit über 20 Jahren ununterbrochen Schriftführerin des Vorstands, half viele Jahre in der Küche mit, nähte die Vorhänge für die renovierte Halle und Requisiten bei Theateraufführungen. Sie wird auch gerne als „Mutter des Vereins“ bezeichnet. Kraus leitet seit 1969 ohne Unterbrechung die Frauengymnastik und ist eine der Geburtshelferinnen für die Abteilung Tennis. Auf ihre Initiative gab es vor acht Jahren erstmals eine Damen-50-Mannschaft, die bis heute in der Bezirksliga mit ihr als Spielführerin vertreten ist.

Ganz bezaubernd war die Aufführung der Rhythmischen Sportgymnastik in Verbindung mit dem Kinderballett und die Darbietung der Turnerinnen auf dem Schwebebalken.

Der TSV zeigte sehr überzeugend an nur einem Abend die Vielfältigkeit seines Angebotsspektrums. Gratuliert hat zudem die Arbeitsgemeinschaft der Deuringer Ortsvereine durch Vorsitzenden Gerhard Kuner, der zum Zeichen der Verbundenheit ein Geldgeschenk überreicht, das in die Kinder- und Jugendarbeit des TSV fließen wird. Das festliche Programm wurde mit einer herrlich märchenhaften und fantasievollen Show in der Turnarena mit Tanz, Ballett und Akrobatik gekrönt.

Bei uns im Internet finden Sie Bilder zum Jubiläum unter augsburger-allgemeine-land.de

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