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Neusäß

21.05.2019

Vergewaltigung in Neusäß: 37-Jähriger bleibt in U-Haft

Mit einem Phantombild wurde nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger gefahndet.
Bild: Marcus Merk

Die Staatsanwaltschaft wertet immer noch die Beweismittel aus, seit vergangene Woche der mutmaßliche Vergewaltiger von Neusäß festgenommen wurde.

Ein 37-jähriger Mann soll Anfang September eine 16-jährige Jugendliche nachts auf dem Heimweg in Neusäß vergewaltigt haben: Seit seiner Festnahme vor einer Woche sitzt der Augsburger in Untersuchungshaft. Auch wenn es jetzt jemanden gibt, der unter dringendem Tatverdacht steht – beendet ist die Arbeit der Polizei noch nicht. „Die Ermittlungen dauern an. Die Beweismittel sind nicht vollständig ausgewertet“, teilt die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage mit. Aber wie kam die Polizei dem Mann auf die Schliche?

Von der Staatsanwaltschaft gibt es keinen näheren Auskünfte, solange sich der schwere Vorwurf nicht erhärtet und es zu einer Anklage kommt. Führte das Phantombild die Ermittler auf die Spur des 37-Jährigen?

Spezialisten des LKA fertigen das Phantombild an

Spezialisten des Landeskriminalamts hatten im Oktober die Zeichnung von einem Mann angefertigt, der zur Tatzeit in unmittelbarer Tatortnähe gesehen worden war. Das Bild wurde in Neusäß und an Bahnhöfen der Umgebung aufgehängt. Es zeigt einen jungen Mann mit spitz zulaufender Nase, einer Basecap auf dem Kopf, schmalem Gesicht und Sommersprossen.

Der Verdächtige soll nach der Tat Richtung „Kaufland“ geflüchtet sein. Von dem Mann wurde nur bekannt, dass er vermutlich ein langes Oberteil trug. Das 16-jährige Opfer konnte sich nach dem Verbrechen an kaum etwas erinnern – die junge Frau stand unter Schock, als sie noch in der Nacht die Polizei verständigte.

Auf diesem Rad- und Fußweg zwischen Bahndamm und Piechlerstraße wurde die Jugendliche vergewaltigt.
Bild: Andreas Lode (Archiv)

Vergewaltigung in Neusäß: Die 16-Jährige kam vom Plärrer

Nach der Rekonstruktion kam es am 6. September gegen 0.30 Uhr südlich des Bahndamms im Bereich der Oskar-von-Miller-Straße zu dem massiven sexuellen Übergriff. Die 16-Jährige im Dirndl befand sich alleine auf dem Heimweg. Sie hatten den Plärrer besucht. Vom Bahnhof Neusäß aus lief sie zu Fuß über die Hauptstraße und die Gartenstraße und anschließend weiter in südliche Richtung die Oskar-von-Miller-Straße entlang. Nach der kreuzenden Bahnstrecke wurde sie am südlich zur Bahnstrecke verlaufenden Fuß- und Radweg plötzlich von hinten zu Boden gestoßen und vergewaltigt.

Nach acht Monaten führten laut Pressemitteilung „umfangreiche Ermittlungen und die Auswertung von Hinweisen aus der Bevölkerung“ zu dem 37-Jährigen. Er besitzt eine doppelte Staatsbürgerschaft, es handelt sich um einen Deutsch-Österreicher.

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