1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Vergleich: Diedorf zahlt an Architekten

19.09.2019

Vergleich: Diedorf zahlt an Architekten

Ende im Streit um Kita-Planung Hausen

Dieser Teil der Geschichte des neuen Kindergartens im Ortsteil Hausen ist nun zu Ende: Die Gemeinde Diedorf und Architekt Sebastian Petri haben sich außergerichtlich auf einen Vergleich geeinigt. Zuvor hatte Petri den Markt Diedorf wegen seiner Meinung nach noch ausstehenden Honoraren verklagt. Fest steht: Auch ohne Gerichtsurteil hat der Markt Diedorf dem Architekten nun noch Geld bezahlt, das auch bereits überwiesen sei, so Bürgermeister Peter Högg jetzt auf der Gemeinderatssitzung. Man habe sich geeinigt, nicht über Summen zu sprechen, so der Bürgermeister. In den Haushalt 2019 hatte die Gemeinde jedoch vorsichtshalber 70000 Euro für diesen Posten eingestellt.

Das ist die Vorgeschichte: Im Jahr 2016 hat die Gemeinde Diedorf mit den Planungen für die Kita in Hausen begonnen, die dem Kindergarten St. Martinus aus Willishausen ein neues und vergrößertes Domizil bieten soll. Doch schnell lebten sich das beauftragte Architekturbüro Petri Tanislar und der Gemeinderat auseinander. Dort wunderte man sich über die steigenden Kosten, statt der angepeilten 2,3 Millionen Euro Baukosten war schon in der Planungsphase die Vier-Millionen-Grenze absehbar.

Ende 2016 stimmte der Gemeinderat für eine Vertragsauflösung. Rund 110000 Euro zahlte die Gemeinde in der Folge als Planungskosten an alle Beteiligten, darunter auch Fachplaner. Eine Abschlussvereinbarung kam mit dem Architekturbüro jedoch nie zustande. Architekt Sebastian Petri beklagte damals nicht allein noch ausstehende Honorare, sondern auch das schlechte zwischenmenschliche Miteinander. Er habe von Anfang an darauf hingewiesen, dass sowohl der Zeit- als auch der Kostenrahmen unrealistisch seien. Bereits im September 2017 sollte der Kindergarten bezugsfertig sein.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Was Teile des Gemeinderats nun immer noch nicht befriedigt: Bürgermeister Peter Högg hat klar gemacht, dass der Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses, der sich damals mit dem Thema Kostensteigerung und Vertragsauflösung mit dem Architekturbüro beschäftigt hatte, nicht veröffentlicht werden soll. „Wir haben damals extra so schnell gehandelt, gerade damit die Öffentlichkeit informiert wird“, sagte der Ausschussvorsitzende Andreas Köglowitz (Grüne) nach der Sitzung. Alle Fraktionen hätten sich einstimmig auf einen Abschlussbericht geeinigt.

Und der neue Kindergarten: Er wird gerade gebaut, wird etwa 5,5 Millionen Euro kosten und soll im September 2020 öffnen. (jah)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren